Im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung stand die Beratung und Beschlussfassung über den Haushaltsplan mit Finanzplan für das Haushaltsjahr 2018. Der Haushalt sei absolut solide aufgestellt, befand der Bürgermeister Christian Mrosek. Danach schließt der Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit 7 679 899 Euro (Vorjahr 8 123 906 Euro) und der Vermögenshaushalt mit 4 885 985 Euro (Vorjahr 2 842 446 Euro) ab. Der Gesamthaushalt beläuft sich somit auf 12 565 834 Euro (Vorjahr 10 966 352 Euro). Die Zuführung an den Vermögenshaushalt beträgt 314 000 Euro. Eine Kreditaufnahme ist heuer nicht vorgesehen.


3,85 Millionen Rücklage

Die Rücklagen belaufen sich auf 3,85 Millionen Euro. Davon stehen nach der diesjährigen Entnahme von 2,56 Millionen Euro noch rund 1,2 Millionen Euro für 2019 zur Verfügung. Für Breitband-DSL sind 310 000 Euro veranschlagt. Kämmerer Roland Groß erläuterte als wichtigste Einnahmearten beim Verwaltungshaushalt die Kanalbenutzungsgebühren mit 484 000 Euro (Vorjahr: 519 000 Euro), die Wasserverbrauchsgebühren 426 500 Euro (Vorjahr 385 000 Euro und die Gewerbesteuer, die aktuell bei 2 660 000 Euro liegt. Erfreulich entwickelt habe sich der Einkommensteueranteil von 1 315 000 Euro (2017) auf 1 460 000 Euro (2018). Nachdem die Gemeinde im vergangenen Jahr leer ausgegangen war, freue man sich über die Schlüsselzuweisung in Höhe von 36 888 Euro.
Bei der Entwicklung der wichtigsten Ausgabearten blieb der Ansatz beim Straßenunterhalt für diverse Schäden mit 100 000 Euro gleich. Der Betriebskostenanteil Kläranlage erhöhte sich von 184 109 Euro im Vorjahr auf nun 195 800 Euro. Eine deutliche Erhöhung ist beim Fremdwasserbezug mit 166 000 Euro (Vorjahr 136 500 Euro) festzustellen. Die Gewerbesteuerumlage ist auf 514 000 Euro angesetzt, werde aber nach Ansicht des Kämmerers wegen Millionen-Einnahmen bei der Gewerbesteuer noch steigen. Auf dem Niveau des Vorjahres bleibt die Kreisumlage mit 1 637 404 Euro.


Schuldenstand sinkt

Zur Entwicklung der Schulden stellte der Kämmerer dar, dass zum Jahreswechsel 2017 / 2018 ein Schuldenrestbetrag in Höhe von circa 1,396 Millionen Euro bestand, was einer Prokopfverschuldung von circa 418 Euro entsprach. Bei der Berücksichtigung der im Haushaltsplan 2018 vorgesehenen Tilgung von 153 930 Euro ergibt sich eine deutliche Schuldenreduzierung. Zum Jahresende beträgt damit die Gesamtverschuldung circa 1,242 Millionen Euro, was einer Prokopfverschuldung von ccirca 372 Euro entsprechen wird. Die Landesdurchschnittsverschuldung von kreisangehörigen Gemeinden der gleichen Größenklasse wie Redwitz beläuft sich auf 603 Euro. Die zum Vergleich heranzuziehende Verschuldung innerhalb des Landkreises beträgt 1 188 Euro.
Als geplante Investitionen des nannte Kämmerer Groß den Brandschutz mit 195 000 Euro, darin enthalten ist die Anschaffung eines TSF-W inclusive Spritze und die Ausstattung des MTW für die Feuerwehr Unterlangenstadt. Für die Fahrzeughalle für das Feuerwehrhaus Unterlangenstadt wurden 156 000 Euro vorgesehen. Beim Feuerwehrhaus Obristfeld wird 2018 mit 200 000 Euro gerechnet. Als Zuwendungen werden 123 500 Euro erwartet.
Weitere Investitionen sind geplant für das Freibad (155 000 Euro), den Erwerb von Erschließungsflächen (300 000 Euro) und die Förderung für Wohnungsbau mit 35 000 Euro. Nach dem Grunderwerb für den Radweg Trainau-Unterlangenstadt stehen für den Radwegebau selbst mit Wasserversorgung 600 000 Euro an. Weiter veranschlagt sind für den Ausbau des Gässla 400 000 Euro und für die Erschließung des Gewerbegebiets 190 000 Euro. 130 000 Euro stehen für die Sanierungen Dorf-, Fußweg Zettlitzer- und Kronacher Straße an sowie das Geländer der Rodachbrücke mit 22 000 Euro.


Fraktionen stimmen zu

Alle Fraktionen stimmten dem Haushalt zu. Christian Zorn (CSU) bezeichnete die Haushaltslage als sehr gut, mahnte aber zur Wachsamkeit angesichts kommender Aufgaben. Auch Jochen Körner (SPD) kann sich in seinen 30 Jahren als Gemeinderat nicht an eine solch gute Situation erinnern. Jürgen Gäbelein (FW) erinnerte an bereits schlechte Jahre. Gut findet er, dass man große Dinge angehen könne. Auffallend sei die Zunahme an Auflagen, die finanziert werden müssen. che