Kurioser 30. Spieltag in der Landesliga Nordost aus Sicht des VfL Frohnlach: Denn die Oberfranken spielten am Samstag beim Tabellenzweiten sehr gut mit und holten am Ende ein verdientes 1:1 (1:1)-Unentschieden, weil Lukas Pflaum der 1:1-Ausgleich gelang. Aber weil das bisherige Schlusslicht SpVgg Erlangen überraschend beim SV Mitterteich mit 3:1 gewannen, rutschte der VfL wieder auf den letzten Platz der Tabelle ab.
In dem sehr fairen Spiel gab es keine einzige gelbe Karte. Frohnlachs Spielleiter Roland Melzig war sich eines ganz klar bewusst: "Der ATSV Erlangen zählt spielerisch zu den besten Mannschaften der Liga, das haben sie phasenweise auch gezeigt."
Der Ballbesitz dürfte bei 60:40 Prozent zu Gunsten der Gastgeber gelegen haben. "Wir hatten sicher auch in mancher Situation das notwendige Quäntchen Glück, was wir in dieser Saison nicht immer hatten", so Melzig weiter. Der brachte die 90 Minuten auf den Punkt: "Wenn wir immer so wie heute gespielt hätten, dann wären wir sicher nicht Letzter."
Erlangen begann im Vorwärtsgang und drückte den VfL zurück. In Minute 17 dann die Führung für den Aufstiegsaspiranten. Eine Flanke von der rechten Seite konnte Ferdinand List zum 1:0 einköpfen. Das Spiel schien seinen erwarteten Lauf zu nehmen.


VfL forsch - nichts zu verlieren

Doch Frohnlach hatte nichts zu verlieren, versteckte sich demnach auch nicht und kam noch vor der Pause zum 1:1-Gleichstand gegen die mit vielen ehemaligen Regionaliga- und Bayernliga-Spielern gespickte Heimelf. Auf dem linken Flügel setzte sich Lukas Werner gekonnt in Szene, ließ einen Gegenspieler aussteigen und flankte in die Mitte. Dort lauerte Kapitän Lukas Pflaum und hielt nur noch den Fuß hin (40.).
Nach der Pause versuchte der ATSV zu dem unbedingt benötigten Dreier zu kommen. Frohnlach war überwiegend mit Abwehrarbeiten beschäftigt, agierte dabei aber klug. Immer wieder bissen sich die Mittelfranken die Zähne aus, kamen nicht zum Abschluss oder wurden gestört.


Ex-Profi muss in die Klinik

In der Schlussphase dann noch eine unschöne Szene, Der ehemalige Nürnberger und Profi in der Türkei, Ahmet Kulabas, kollidierte mit Frohnlachs Keeper Erik Mozzo. Der Angreifer der Platzherren verletzte sich dabei und musste mit dem Sanka ins Krankenhaus gebracht werden.
Unmittelbar vor dem Abpfiff dann noch eine Großchance für Frohnlach, als Tim Rebhan frei vor dem ATSV-Kasten auftauchte, den Ball dann aber doch über den Querbalken setzte. "Wir hätten sogar gewinnen können, aber das wäre dann vom Spielverlauf her sicher des Guten zu viel gewesen", so Melzig, der mit einem markigen Satz schloss: "Wir sind noch nicht tot!" Am kommenden Freitag soll die gute Form im Heimspiel gegen den FC Lichtenfels zu einem Dreier reichen, damit die Relegation noch erreicht werden kann. Im Moment, so tritt der VfL Frohnlach jedenfalls auf, scheint das möglich zu sein.