Die Ministranten der Pfarrei Herz Jesu waren an den Kar- und Ostertagen wieder einmal besonders fleißig. Schon seit Jahren sind diese Tage für die Minis - neben dem Ministrieren in den verschiedenen Gottesdiensten - auch dem guten Zweck gewidmet. Da an Karfreitag und Karsamstag die Glocken schweigen, werden sie nach der Tradition durch Ratschen (Klappern) ersetzt. In der Herz-Jesu-Pfarrei bedeutet das, an beiden Kartagen jeweils dreimal durch die Kissinger Innenstadt zu ziehen und das Ratschen mit Spendensammeln zu verbinden. Rund 20 Ministrantinnen und Ministranten im Alter zwischen 9 und 24 Jahren waren mit großer Freude dabei.

Im Gegensatz zu vielen anderen Pfarreien, die das Geld für sich selbst sammeln, sind die Minis aus Herz Jesu dafür bekannt, die Einnahmen gänzlich zu spenden. In diesem Jahr geht das Geld an die Regenbogenstation der Uniklinik Würzburg, die mit den Spenden schwerstkranke, meist krebskranke Kinder und deren Familien auf vielfältige Weise unterstützen kann. Durch das gute Wetter begünstigt, können die Minis eine neue Rekordeinnahme verzeichnen.

2250 Euro, so viel Geld wie noch nie, können daher übergeben werden. Nicht immer stoßen die Ministranten bei ihrer Aktion auf Verständnis. Viele Menschen, die angesprochen werden, beschweren sich über den Lärm der Ratschen oder machen ihrem Ärger über die Kirche Luft. Umso schöner fühlt es sich für die Minis daher an, wenn sie für ihr Engagement gelobt werden.

Eine weitere Aktion der Minis ist das alljährliche Osterbrotbacken. Am Gründonnerstag ab 6.45 Uhr wurden in der Küche des Pfarrzentrums Teige zubereitet, Brote geformt und gebacken, eingepackt und mit einem handgeschriebenen Ostergruß versehen. 300 Brote konnten so nach der Osternacht und den weiteren Ostergottesdiensten in der Herz-Jesu-Kirche zu einem Preis von 2,87 Euro verkauft werden mit der Bitte, den Betrag aufzurunden, was die meisten Kirchenbesucher gerne machten. Denn auch hier behalten die Minis das Geld nicht für sich selbst, sondern spenden die gesamten Einnahmen.

Der Erlös von circa 900 Euro aus dem Osterbrotverkauf kommt zur einen Hälfte der Tafel Bad Kissingen zugute, zur anderen Hälfte der Welthungerhilfe. Chiara Petrik