"Schnarchen kann unter Umständen das Leben kosten", so umschreibt Ernst A. Franke eine nicht zu unterschätzende Krankheit. Es geht um die Schlafapnoe. Sie ist weit verbreitet. Bei der Schlafapnoe kommt es immer wieder zu gefährlichen Atemaussetzern. Am Tag seien die Betroffenen häufig sehr müde.
Vor nunmehr zwei Jahrzehnten hat sich in der Vestestadt die erste Selbsthilfegruppe "Schlafapnoe" gegründet. Ernst A. Franke war und ist selbst von der Apnoe betroffen und hat vor 20 Jahren auf Initiative der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen diese dann auch ins Leben gerufen. Bis heute ist er Kopf der Gruppe. Bei den regelmäßigen Treffen einmal im Monat in den Räumen der AOK in der Gärtnersleite gehe es darum, Betroffene zu informieren und ihnen Hilfe zu geben, betont Franke. Schlafapnoe schränke nicht nur das Wohlbefinden und die psychische Leistungsfähigkeit erheblich ein, sondern sie gehe auch mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität einher, sei häufig Ursache von Arbeits- und Verkehrsunfällen sowie Frühinvalidität.
Zum 20-jährigen Bestehen der Gruppe findet am Freitag, 13. Juli, ab 14 Uhr im AOK-Gebäude, Gärtnersleite 14, ein Jubiläumssymposium mit Fachvorträgen und einer Ausstellung von Therapiezubehör statt. Referate sind: "Von der Schlaflosigkeit zur Schlafapnoe (aktuelle Entwicklung in der Forschung)" von Christian Franke (Pneumologie und Schlafmedizin), "Hormone im Schlaf", von Sigrun Merger (Endokrinologie, Diabetologie, Stoffwechselerkrankungen), "Schlaf und chronobiologische Uhr" von Rumo Leistner (Schlafmedizin Zentrum Bamberg), "Demenz und Schlaf" von Johannes W. Kraft (Arzt für innere Medizin, Geriatrie Klinikum Coburg). des