Rainer Schimpf geht Ende des Monats in den verdienten Ruhestand. Damit endet in Neudrossenfeld eine beeindruckende Ära: Schimpf arbeitete 41 Jahre für die Gemeinde und stand von Anfang an an der Spitze der Verwaltung. Das summiert sich zu sieben Gemeinderatsperioden, vier Bürgermeistern und der Gründung des Abwasserzweckverbandes Rotmaintal, dessen Geschäftsführung er 1978 ebenfalls übernommen hatte.

Bürgermeister Harald Hübner skizzierte den unermüdlich Schaffenden als Mann, dem Neudrossenfeld viel zu verdanken hat. Rainer Schimpf habe nicht als Bürokrat agiert, sondern den Menschen auf schnellem Weg geholfen. "Du warst immer innovativ und ökologisch deiner Zeit voraus, die Baugebiete sind so ein Beispiel. Du hast viel in Eigeninitiative entwickelt."

Überstunden seien ständige Begleiter gewesen, er habe nie "wie ein typischer Beamter" auf die Uhr geschaut. Offenheit und ein streitbarer Charakter hätten Schimpf ausgezeichnet. "Als Diplomat wärst du aber nicht geeignet gewesen", formulierte es Hübner etwas scherzhaft, dafür sei er durchsetzungsstark und nie nachtragend gewesen. Das Fazit des Bürgermeisters: "Rainer Schimpf hat sein Leben in den Dienst der Gemeinde gestellt."

Der ehemalige Neudrossenfelder Bürgermeister und jetzige stellvertretende Landrat Dieter Schaar nannte den scheidenden Verwaltungsleiter eine feste Konstante in all den Jahren."Er verwaltete nicht nur, sondern gestaltete. Geduld und Gelassenheit sind nicht seine Stärken gewesen, er hatte aber immer das große Ganze im Blick, das es zu verwirklichen galt." Viele Projekte in Neudrossenfeld würden seine Handschrift tragen und seien nach außen deutlich sichtbar. Schaar: "Du hast das Dorf zu einem schönen und lebenswerten Ort gemacht".

Ein typische Schlusssatz von Schimpf bei der Feier im Bräuwerck: "Ich habe nur meine Arbeit getan, für die mich der Steuerzahler entlohnt hat." Und er fügte noch an, "dass wir endlich aufhörten sollten über unsere Verhältnisse zu leben, der Umwelt zuliebe". hw