"Vom mystischen Himmelswesen zum Rätsel der Evolution - Die Entdeckungs- und Erforschungsgeschichte der Paradiesvögel" ist der Titel des Vortrages, den Michael Apel am morgigen Donnerstag, 9. November, um 19 Uhr im Bamberger Naturkunde-Museum hält. Apel ist Leiter des Münchener Museums Mensch und Natur und stellvertretender Direktor des in Aufbau befindlichen Bayerischen Naturkundemuseums "Biotopia".
Seitdem die ersten Exemplare der bunten Paradiesvögel vor fast 500 Jahren auf Handelsschiffen von den Molukken nach Europa gebracht wurden, faszinieren sie Wissenschaftler, Künstler und Laien gleichermaßen. Sie erhielten Namen wie Götter-, Sonnen- oder eben Paradiesvögel und es umgab sie immer eine Aura des Geheimnisvollen und Übernatürlichen.
So glaubte man lange, die Tiere besäßen keine Füße, verbrächten ihr gesamtes Leben in der Luft schwebend und ernährten sich von Tau des Himmels. Aber auch später verloren diese mit unseren Raben und Krähen verwandten Vögel nichts von ihrer Rätselhaftigkeit.
Berühmte Forscher wie Charles Darwin, Alfred R. Wallace oder Ernst Mayr suchten nach Erklärungen für den aufwendigen Federschmuck. Sie kamen zu unterschiedlichen Antworten und bis heute ist die Frage nach seiner Entstehung nicht abschließend geklärt.
Der Referent Michael Apel hält seinen Vortrag im Rahmen der Paradiesvogel-Ausstellung im Bamberger Naturkunde-Museum. Es ist der letzte Vortrag im Begleitprogramm der erfolgreichen Sonderschau, die noch bis zum Jahresende präsentiert wird.
Der Eintritt zu dem Vortrag im Naturkunde-Museum in der Fleischstraße 2 ist frei. red