Abweichungen von Baugrenzen im Baugebiet "An der Schule" beschäftigten den Gemeinderat Hetzles in seiner jüngsten Sitzung. Ein Bauwerber hatte im Vergabeverfahren als Wunschgrundstück die Bauparzelle 10 angegeben.
Bei der Planung stellte er fest, dass eine Bebauung mit einem Zweifamilienhaus mit Garage dort gar nicht möglich ist. Die Baugrenzen wurden nach innen gerückt, da das Forstamt als Träger öffentlicher Belange Bedenken bezüglich der Baumfallgrenze geäußert hatte. Der Antragsteller bekundet sein Interesse am Kauf des Grundstücks unter der Voraussetzung, dass eine Abweichung der Baugrenzen im hinteren, dem Bach zugewandten Bereich erfolgt.


Geplante Abweichung

Die Hetzleser Verwaltung prüfte nun, ob die für die Baumfallgrenze entsprechend zurückgeschnitten werden könnte. Bürgermeister Franz Schmidtlein (CSU) teilte mit, dass das Landratsamt im Falle einer Abweichung von den festgelegten Bebauungsgrenzen die zuständigen Fachbehörden bezüglich der Baumfallgrenzen beteiligen möchte. Einstimmig genehmigte das Gremium die geplante Abweichung von den Festsetzungen des Bebauungsplans bezüglich der Baugrenzen für Parzelle 10. Mit einer weiteren Anfrage auf grundsätzliche Befreiung von der Festsetzung bezüglich der Einfriedung an der Ostgrenze der Parzelle 17 befassten sich die Räte anschließend.


Höhere Einfriedung

Um nicht bei Wohnnutzung einerseits und der gebotenen Stille zum Friedhof andererseits zu große Einschränkungen inkauf nehmen zu müssen, schlugen die Bauwerber den Bau einer höheren Einfriedung vor.
Nachdem der Bebauungsplan nur einen Meter Höhe Einfriedung zulässt, stellte man den Antrag, die Ostgrenze der Parzelle von den Festsetzungen zu befreien. Der Gemeinderat nahm einstimmig das Begehren der Kaufinteressenten zur Kenntnis und begrüßt die Bereitschaft, eine bauliche Abgrenzung vorzunehmen. Bei Stellung eines Bauantrags wird für die östliche Grundstücksgrenze eine Befreiung von der Festsetzung "Einfriedung" hinsichtlich der Höhe ausgesprochen. Die Maximalhöhe wird auf zwei Meter festgelegt.