"Autoland Deutschland" - ein Thema, das den Großteil der Menschen betrifft und interessiert. Das Auto gilt aufgrund der sich verändernden umweltpolitischen Einstellung mittlerweile als große Belastung für die Umwelt. Durch den damit verbundenen rückläufigen Autoabsatz sind die Automobilhersteller und deren Zulieferer bedroht. Aus dieser Entwicklung ergeben sich konkrete Fragestellungen: Welche Veränderungen stehen uns in der Antriebs- und Emissionstechnik bevor? Wie verändert sich der Mobilitätsbedarf und wie sehen dessen Konsequenzen aus? Welche technische Veränderung führt zu Produkt(ions)veränderung und zur Veränderung im Bedarf an Wartung? Welche wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen gehen aus dieser Veränderung hervor? All diese Fragen werden bei der Podiumsdiskussion am Dienstag, 19. November, in der Konzerthalle in Bamberg genauer beleuchtet und diskutiert.

Bei einem Pressegespräch wurde nun ein erster Einblick in die Vielfalt dieses Themenbereichs gegeben. Als Gesprächsteilnehmer standen Wilfried Kämper (Wirtschaftsclub Bamberg e.V.), Wolfgang Heyder (Wirtschaftsclub Bamberg e.V. und Veranstaltungsservice Bamberg GmbH), Philipp Gatz (Wirtschaftsclub Bamberg e.V. und Medienkraft Verstärker GmbH), Mischa Salzmann (Radio Bamberg) und Professor Carbon (Leitung des Lehrstuhls für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre an der Universität Bamberg) zur Verfügung.

Von Automobilindustrie abhängig

Der Wirtschaftsclub Bamberg macht es sich seit mehr als zehn Jahren zur Aufgabe, die Wirtschaft in der Region zu fördern und Unternehmer und Führungskräfte zu vernetzen. In diesem Zusammenhang entstand die Idee, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu einer Podiumsdiskussion rund um das Thema "Autoland Deutschland - Quo Vadis - Herausforderungen und Visionen" einzuladen.

Die Abhängigkeit der fränkischen Region, im speziellen der Stadt und des Landkreises Bamberg, von der Automobilindustrie ist unübersehbar. Die angekündigte Schließung von Michelin in Hallstadt, der Stellenabbau bei der Firma Bosch oder die geplante Kurzarbeit in der Branche sind alles Faktoren, die Verunsicherung auslösen. Dies sieht Professor Carbon als Hauptproblem: "Aus vollkommener Unsicherheit, Existenzangst und Perspektivlosigkeit kann man Menschen nicht motivieren". Wir alle schweben in dieser Unsicherheit, denn auch die Automobilbranche weiß noch nicht konkret, wie es weitergeht.

Suche nach Alternativen

Carbon betont auch, dass sich die Automobilindustrie nicht auf ein Antriebssystem fokussieren sollte, sondern auch andere Alternativen und ganzheitliche Konzepte weiterentwickelt werden müssen. Hierfür besitze Deutschland bereits die nötigen Schlüsselpatente und -techniken. Laut Carbon muss nun eine echte Perspektive durch einen kontinuierlichen Übergang vom Verbrennungsmotor zu alternativen Antriebsmöglichkeiten geschaffen werden. Dies sollte die Politik durch Unterstützung der damit verbundenen Entwicklungs- und Forschungstätigkeit fördern.

Neben Professor Claus-Christian Carbon werden auf dem Podium weitere namhafte Persönlichkeiten wie Thomas Hartung (Geschäftsführer der Firma Bosch), Michael Stoschek (Aufsichtsratvorsitzender der Brose Gruppe), Martin Schulz (Mitglied des Bundestages für die SPD), Markus Blume (Generalsekretär der CSU) und Lisa Badum (Mitglied des Bundestages für Bündnis90/die Grünen) zu Gast sein.

Beginn der Podiumsdiskussion am 19. November in der Konzerthalle ist um 18 Uhr, Einlass um 17 Uhr. Tickets gibt es unter https://www.kartenkiosk-bamberg.de/event_info.cfm?id=13028 oder unter der Ticket-Hotline des Kartenkiosk Bamberg, Telefon 0951/23837. red