Am 13. Spieltag der 2. DCU-Bundesliga Nord nahm der PSV Franken Neustadt die hohe Hürde in der Rosenstadt beim bis dato zuhause noch ungeschlagenen KV Bad Langensalza. Die Sechs-Bahnen-Anlage hatte zwar so ihre Tücken, doch beim 5606:5492-Auswärtserfolg zeigten die Neustadter ihre Klasse. Der Sieg war im Aufstiegsrennen wichtig.

Neuzugang Julian Heß wurde auf Anhieb bei seinem ersten Einsatz im Trikot des PSV mit überragenden 995 Holz zum Matchwinner. Aber auch die fantastischen 280 Holz auf Bahn 3 von Michael Moosburger trugen maßgeblich zum Sieg bei.

2. DCU-Bundesliga

KV Bad Langensalza - PSV Neustadt 5606:5492

Sascha Hammer, Julian Heß und Kapitän Jürgen Bieberbach bildeten das Startrio. Hammer hatte zuletzt nach seiner Kiefer-OP zwei Spiele pausiert. Nach anfänglichen Problemen spielte er die ersten 100 Wurf mit voller Kraft, musste dann Tribut zollen, kam aber mit soliden 911 Kegel ins Ziel, was gegen Rinaldo Schaller (883) reichte.

Heß sollte den nötigen Vorsprung erarbeiten und die Strategie ging auf. Wie entfesselt spielte er die ersten 100 Wurf und hatte sensationelle 530 Kegel am Totalisator leuchten. Zwei solide Schlussdurchgänge brachten ihn auf die Tagesbestleistung von 995 Kegel. Damit entriss er Heiko Zenker weitere 72 Holz, der auf gute 923 Kegel kam. Jürgen Bieberbach kam schleppend ins Spiel und dachte sogar an eine Auswechslung. Doch der Kapitän zeigte Moral und bekam sein Spiel allmählich unter Kontrolle. Gegen Maik Frederich (927) musste er mit seinen 916 Kegel nur geringfügig abgeben. Somit hatte das Franken-Trio einen Vorsprung von 89 Kegel erwirtschaftet.

89 Kegel nach dem Start-Trio vorn

Das Schluss-Trio der Puppenstädter bildeten diesmal Dietmar Gäbelein, Michael Moosburger und Bastian Bieberbach. Diese sollten nun das Match in trockene Tücher bringen mit dem Wissen, das für Bad Langensalza jetzt Marcus Elstner auflief, der jeder Zeit für eine Zahl um die 1000 Holz gut ist.

Gäbelein hatte wie viele seiner Mitstreiter mächtig zu tun, die Eigenheiten der Anlage in den Griff zu bekommen. Er bewies Moral und beendete sein Spiel mit soliden 914 Kegel und hatte Rüdiger Markerdt (861) jederzeit im Griff.

Sein Partner Michael Moosburger hatte da schon größere Probleme, den aufspielenden Marcel Keimling (930) unter Kontrolle zu bringen. Keimling setzte seine dritte Bahn mit 206 völlig in den Sand. Moosburger (172 Volle) war zur Stelle und trumpfte im Verbund mit Bastian Bieberbach (173 Volle) mächtig auf. Aus den elf übrigen Holz zur Halbzeit und der plötzlich drohenden Niederlage beendete Moosburger den Durchgang mit bärenstarken 280 Holz und nahm seinem Gegner 74 Holz in diesem Durchgang ab.

Da auch Bieberbach den Durchgang solide beendete, wuchs der Vorsprung vor dem Schlussdurchgang wieder auf beruhigende 94 Holz. Die letzten 50 Wurf verwalteten die Franken den Vorsprung. Am Ende hatte man das Spiel mit 114 Holz gewonnen und ist somit die einzige Mannschaft, die etwas Zählbares aus der Rosenstadt mitnahm.

Stimmen zum Spiel

Marcus Elstner (Spieler KV Bad Langensalza): "Neustadt war die bessere Mannschaft. Wir wollten unsere weiße Weste gerne zuhause behalten, aber dafür war der PSV mit 5606 Holz zu kompakt."

Jürgen Bieberbach (Kapitän PSV Franken): "Wir sind überglücklich, hier das schwere Auswärtsspiel gewonnen zu haben. Wir hatten stellenweise Probleme, die Bahnen unter Kontrolle zu bringen, sind aber mit dem Ergebnis im Großen und Ganzen zufrieden." mmo