Mit rund 10 000 Prüflingsteilnehmern im Jahr sichert die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken die berufliche Aus- und Weiterbildung. Dafür sind laut dem stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der IHK, Wolfram Brehm, für den Kammerbezirk Oberfranken etwa 2600 ehrenamtliche Prüfer im Einsatz. Am Dienstag wurden im Brauerei- und Bäckermuseum Kulmbach 68 von ihnen für zehnjähriges Engagement ausgezeichnet, darunter auch 15 Prüfer aus dem Bamberger Bezirk.
Die Geehrten erhielten durch IHK-Vizepräsident Hans Rebhan und Wolfram Brehm eine besondere Ehrung. Brehm machte deutlich, dass die enorm gestiegenen Anforderungen an ein modernes Prüfungswesen und innovative Lernstrukturen in Zeiten des digitalen Wandels die IHK mehr denn je forderten, qualifiziertes Personal einzubinden.


Weiterbildung ist unerlässlich

"Insbesondere unser Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung wurde mit zahlreichen Reformansätzen von starken bildungspolitischen Veränderungen geprägt. Die Zahl der Berufe, in denen heute ein einmaliges Anlernen für eine langjährige Tätigkeit als hinreichend angesehen wird, ist verschwindend gering geworden. Nahezu jedes Berufsfeld setzt mittlerweile voraus, dass jeder Einzelne von uns sich kontinuierlich der beruflichen Weiterbildung annimmt. Es ist daher unerlässlich, sich die Motivation zu erhalten, sich stetig selbst zu fordern", sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer.
Brehm kam zum Ergebnis: "Betriebsbezogene Projekte oder der Einsatz neuer Medien sind daher ein wichtiger Bestandteil im Prüfungswesen geworden. Um die erworbenen Fähigkeiten sichtbar zu machen, bedarf es vieler fachkundiger Experten aus der unmittelbaren Praxis. Mit ihrer Prüfung stellen sie dem Arbeitsmarkt verlässliche Informationen über die beruflichen Qualifikationen der Teilnehmer zur Verfügung. Sie übernehmen damit ein hohes Maß an Verantwortung und gestalten die Entwicklung zukünftiger Fachkräfte proaktiv mit." Die Prüfer seien "Träger unserer ganz persönlichen Botschaft, dass sich berufliche Aus- und Weiterbildung wirklich lohnt". Werner Reißaus