Die Verabschiedung des Haushalt 2019 war beherrschendes Thema einer Sitzung des Schulverbands Trebgast. Kämmerer Christopher Schröder stellte im Rückblick auf das Haushaltsjahr 2018 fest, dass der Bedarf des Vermögenshaushalts durch eine Zuführung von rund 14 000 Euro voraussichtlich gedeckt werden kann.

Das künftige "digitale Klassenzimmer" ist derzeit in aller Munde und wird auch die nächsten Haushaltsjahre beeinflussen. Nach Auffassung von Verwaltung und Schulleitung ist aufgrund der Vorgaben ein Glasfaseranschluss unumgänglich. Nachdem das Finanzministerium im Juni eine Förderung von Glasfaseranschlüssen und WLAN für Schulen aufgelegt hatte, ermächtigte die Versammlung den Vorsitzenden, Bürgermeister Werner Diersch, einen Förderantrag zu stellen.

Das wirkt sich auch auf den Vermögenshaushalt 2019 aus, der mit 70 000 Euro gegenüber 2018 um 25 000 Euro steigt. Kämmerer Christopher Schröder rechnet mit Anschlusskosten von 50 000 Euro. Er wies aber darauf hin, dass das Projekt nur realisierbar ist, wenn eine 90-prozentige Förderung und ein Investitionszuschuss der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden.

Zum Ausgleich zusätzlich geplanter Ausgaben von 20 000 Euro für die Ausstattung soll eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage erfolgen.

Der Verwaltungshaushalt bewegt sich seit Jahren in konstanter Höhe, nämlich knapp unter 200 000 Euro. Vom Ansatz von 196 600 Euro können 35 800 Euro durch staatliche Zuweisungen, und 17 500 Euro durch sonstige Erstattungen finanziert werden. Dadurch ergibt sich ein ungedeckter Bedarf von 143 300 Euro, der durch die Erhebung einer Schulumlage ausgeglichen werden muss. Bei 37 Schülern aus Trebgast und 18 aus Harsdorf ergibt sich eine Umlage von 2605 Euro pro Schüler. Die 14 Gastschüler bleiben bei dieser Erhebung außen vor.

Ein erheblicher Kostenfaktor ist nach wie vor die Schülerbeförderung. Sie schlagen mit 73 800 Euro zu Buche.

"Der Schulverband ist schuldenfrei. Aufgrund einer stattlichen Rücklage von 74 600 Euro ist auch keine Investitionsumlage nötig", so der Kämmerer.

Werner Diersch, war überzeugt: "Um die Sicherheit und die Attraktivität unserer Schule zu gewährleisten, müssen wir auch für eine Ausstattung auf neuzeitlichem Niveau sorgen."

Rektorin Sabine Hofmann ist aufgrund vorliegender Prognosen zuversichtlich, dass es mit den Schülerzahlen wieder aufwärts geht. Sie rechnet bald wieder mit zwei ersten Klassen. hd