"Gottes Schöpfung ist sehr gut" - unter diesem Motto fand der Weltgebetstag der Frauen statt. Er wurde für Rugendorf, Wartenfels und Stadtsteinach in der Stadtsteinacher Christuskirche begangen.
Die Auswahl des kleinen Landes Surinam war ein Statement gegen die weltweiten Tendenzen nach Abschottung und Ausgrenzung - und gleichzeitig ein Bekenntnis zum Erhalt von Natur und Umwelt.
In Stadtsteinach entstand aus Stoffen unterschiedlicher Farben und Formen auf einer Tafel ein symbolisches Bild der Welt.
Jedes Jahr am ersten Freitag im März blicken Frauen auf Geschlechtsgenossinen eines anderen Landes und auf deren Lebensumstände. Und entdecken dabei doch Gemeinsamkeiten.
Die Religionen haben in Surinam kein Problem miteinander: Surinam ist ein kultureller Schmelztiegel aus Ureinwohnern (Arawaks), zu denen als Arbeiter oder "Herren" auf den Plantagen Westafrikaner, Chinesen, Kreolen, Niederländer, Inder und Indonesier kamen. Surinam war bis 1975 niederländische Kolonie. Mit den Menschen kamen auch unterschiedliche Kulturen und Religionen ins Land. Iin der Hauptstadt Paramaribo steht die jüdische Synagoge gleich gegenüber der Moschee, unweit des Hindutempels und der 1885 eingeweihten St.-Petrus-und-Paulus-Kathedrale.
Das tropische Surinam an der Nordostküste von Südamerika ist etwa halb so groß wie Deutschland, aber etwa 80 Mal weniger dicht besiedelt. Der Umgang mit Kunststoffverpackungen ist chaotisch: Sie bleiben einfach liegen. Dagegen rauben die Europäer die Natur durch übermäßigen Verbrauch von Ressourcen aus. Die verursachten Probleme sind in allen Ländern gleich, nur die Art und Weise ist unterschiedlich. Darauf wollte der Weltgebetstag in diesem Jahr besonders hinweisen. Probleme sind menschengemacht - unabhängig von Kultur oder Religion.
Zur kleinen Nachfeier traf man sich im Gemeindehaus bei Suppe, Tee, Nasi Goreng nach surinamischem Rezept - und dem einen und anderen Plausch unter Frauen.
Gesammelt werden heuer auch gebrauchte und verbrauchte Schreibgeräte sowie andere Utensilien, die im Schulalltag benötigt werden und meist im Restmüll verschwinden. In den Kirchengemeinden sind Kartons aufgestellt. Die Schreibutensilien werden repariert oder recycelt und Kindern in Flüchtlingslagern für den Unterricht zur Verfügung gestellt. klk