Im Mai sollen Probleme mit der Breitbandversorgung in Münnerstadt und Maßbach behoben sein. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Maßbachs Bürgermeister Matthias Klement (CSU), Münnerstadts Bürgermeister Helmut Blank (CSU) sowie Geschäftsführerin Carmen Becker und Wilfried Pantke, Manager Vertrieb beim Breitbandanbieter Pyur. Nachdem es schon Mitte letzten Jahres erhebliche Probleme mit dem Fernsehempfang gegeben hatte, wird jetzt von den Kunden vor allem die Bandbreite des Internets beklagt.

"Aktuell ist die Situation die, dass seit einem ganztägigen Totalausfall im Stadtgebiet (Internet und Telefon) vom 15. November 2018 nur noch Bandbreiten von etwa zehn bis 20 Prozent der vertraglich garantierten Mindestbandbreite erreicht werden", schreibt ein Pyur-Kunde aus Münnerstadt. Beschwerden würden erst gar nicht und dann mit lapidaren Textbausteinen beantwortet, mit dem Hinweis, dass eine erste Verbesserung der Situation im zweiten Quartal 2019 zu erwarten sei, weil dann die Kopfstation in Maßbach ausgebaut sei.

Nach Inbetriebnahme der umgebauten Kopfstation solle sich die Bandbreite verzehnfachen, gab Bürgermeister Helmut Blank die Auskunft der Mitarbeiter von Pyur (früher NEFtv) weiter. Mit der Fertigstellung sei im Mai zu rechnen. Gleichzeitig werde eine Black Box zur Netzanalyse eingebaut, die auch Fehler sucht und gegebenenfalls meldet. Gleichzeitig habe Pyur zugesagt, bundesweit 500 neue Servicekräfte einzustellen. Das war nach dem Wechsel von NEFtv zu Pyur das größte Problem der Kunden gewesen. Die Ansprechpartner waren bei Störungen nur schwer oder gar nicht zu erreichen gewesen.

Glasfaserkabel gewünscht

Es seien aber auch andere Dinge besprochen worden, wie beispielsweise der Anschluss verschiedener Institutionen über Glasfaserkabel. Helmut Blank nennt unter anderem die Grund- und Hauptschule, das Thoraxzentrum Bezirk Unterfranken und die Feuerwehr.

Von massiven Beschwerden der Bürger spricht auch Matthias Klement. Die Bandbreite liege weit unter dem, was die Leute gebucht haben. Einen Ausschlag bei der Erteilung des Zuschlags habe gegeben, dass der Anbieter eine Geschwindigkeit von 30 MBit garantieren kann. Aber selbst dieser Wert werde bei Weitem unterschritten. Das haben der Bürgermeister und einige Gemeinderäte selbst nachgemessen.

"Ich erwarte schon, dass sie fieberhaft daran arbeiten", betonte Matthias Klement. Der Fehler müsse schnellstmöglich behoben werden. Denn als Vertragspartner von Pyur sieht er die Gemeinde mit in der Pflicht. "Die Bürger beschweren sich ja bei uns."

Über 800 Fehlalarme

Die Marktgemeinde Maßbach hat aber auch ihr eigenes Kreuz mit der schlechten Netzqualität zu tragen. Denn die Wasserversorgung ist mit dem Breitband gekoppelt. Bei kurzfristigen Ausfällen bekommt der Wasserwart eine Störungsmeldung. Vom 2. Januar bis 14. Februar habe es über 800 Fehlalarme gegeben, 196 davon in einer einzigen Nacht. "Das ist nicht mehr lustig", kommentiert der Bürgermeister.