Anette SChreiber

Thomas Köhler ist der Vorsitzende des Vereins Artenschutz in Franken und als solcher vielfältig engagiert. Besonders stolz ist der Kehlingsdorfer, dass nun ein prestigeträchtiger Preis im Kindergarten seiner Heimatgemeinde übergeben worden konnte - von Staatssekretär und MdB Tomas Silberhorn: "Deutschlands Wilde Bienchen" erhielt die Auszeichnung als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt.
Das Projekt, so Köhler auf Nachfrage, läuft deutschlandweit unter Federführung des Vereins Artenschutz in Franken seit dem Jahr 2012 und unterstützt Wildbienen inzwischen an 15 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland. Seit dem Jahr 2016 gehört Kehlingsdorf dazu und seit kurzem auch ganz in der Nähe das unterfränkische Prölsdorf.
Wie bringt sich dabei etwa Kehlingsdorf ein? Seitens der Gemeinde Burgwindheim, so Köhler weiter, wurde eine etwa 6000 Quadratmeter große Fläche langfristig (für 18 Jahre) gepachtet. Auf dieser befindet sich ein ehemaliges Wasserhäuschen. Dieses wurde so umgebaut, dass man Niststellen für Wildbienen anbringen konnte. Die Wildbienen haben damit also eine für sie wichtige Rückzugsmöglichkeit.


Mähen einmal im Jahr

Dadurch, dass die Biotopfläche darum herum nur einmal im Jahr gemäht wird, findet sich eine Vielzahl von für die Bienen lebensnotwendigen Pflanzen. In der Landwirtschaft hingegen gäbe es bestimmte Futterpflanzen für die Wildbienen gar nicht mehr. Auch andere Tierarten profitierten von der Biotopfläche. So hat Köhler unter anderem diverse Schmetterlings- und Vogelarten gesichtet.
Damit lässt es der Verein nicht bewenden, sondern setzt parallel dazu auf Umweltbildung wie beispielsweise im Burgwindheimer Kindergarten, der sich unter Federführung von Leiterin Erika Neff dem Thema Wildbien nachhaltig widme. So war es kein Wunder, dass sich die Kinder bei der Preisverleihung in Bienenköstümen zeigten.
Dekan Albert Müller - der Kindergarten ist ein kirchlicher - war genauso angetan von Projekt und Preis wie Burgwindheims Bürgermeister Heinrich Thaler (CSU).