Marco Meissner Der Start ist geschafft. Die neue Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) läuft in Kronach mitsamt dem neu organisierten Fahrdienst seit vier Monaten. Die Verantwortlichen sind mit der Entwicklung zufrieden.

"Grundsätzlich ist die Bereitschaftspraxis gut gestartet, auch wenn es am Anfang Skeptiker gab", stellt Manuel Holder von der KVB Nordbayern fest. Etwa 500 Patienten habe man bisher monatlich registriert. Diese Zahl entspreche den Erwartungen. "Wir liegen voll im Soll - bei der Praxis wie beim Fahrdienst", versichert Holder. Natürlich werde die Entwicklung der Bereitschaftspraxen weiter beobachtet und wenn nötig nachjustiert. Auch die diensthabenden Ärzte könnten Wünsche und Anregungen einbringen.

Auf die Frage nach Verbesserungen der medizinischen Ausstattung in der Kronacher Praxis (siehe Artikel unten) stellt Holder fest, dass auch hierzu Ideen willkommen seien. Allerdings sei die Ausstattung bayernweit genormt, weshalb Veränderungen in diesem Bereich zunächst die entsprechenden, mit erfahrenen Medizinern besetzten Ausschüsse durchlaufen müssten.

Holder geht davon aus, dass sich die Bereitschaftspraxis weiter in den Köpfen der Menschen festsetzen wird. "Es braucht zwei, drei Quartale, bis sich alles eingespielt hat", erklärt er - und noch länger, bis sich eine neue Einrichtung im Bewusstsein der Bürger verankert habe. Die Prozesse, die Telefonnummern und die Wege, all das müsse schließlich erst bekannt werden, sich herumsprechen. Wer sich unsicher ist, ob die Bereitschaftspraxis für ihn der richtige Ansprechpartner ist, könne übrigens telefonisch (116117) Auskunft erhalten. Was den Fahrdienst betrifft, ist Holder ebenfalls zufrieden. Das Pensum sei für Fahrer und Ärzte gut zu schaffen. Je nach Zeit und Situation würden ein bis vier Fahrdienste in der Region eingesetzt, wobei sich Bereiche überlappen. "Und die Autos sind nicht auf ihre Region festgenagelt", ist er überzeugt, dass auch Engpässe in vielen Fällen zu meistern sind.