Am Ende einer Fußball-Saison steigen nicht nur Mannschaften auf und ab, auch die Schiedsrichter werden für die kommende Spielzeit neu eingeteilt. Das betrifft nicht nur die Unparteiischen der Profiligen, sondern das wird auch in den bayerischen Amateurligen praktiziert.

In der 2. Bundesliga leiten aus Bayern nach wie vor Florian Badstübner (Windsbach) und Michael Bacher (Kirchensur) Spiele. Christian Dietz aus Kronach scheidet hingegen aus dieser Liga aus. Er wird zukünftig in erster Linie als Spezial-Assistent tätig sein.

Auch in der Regionalliga Bayern gibt es Veränderungen: Der Friesener Roman Potemkin, Johannes Huber (Bogen) und Lothar Ostheimer (Sulzberg) werden zukünftig in erster Linie als Assistenten in der zweiten Bundesliga eingesetzt. Das Trio darf aber bei Bedarf auch noch in der Regionalliga Bayern Spiele leiten.

In Kürze beginnen die vorbereitenden Lehrgänge für alle Schiedsrichter, die nach Ligen gestaffelt in der Sportschule Oberhaching stattfinden. Dort werden die Unparteiischen fit gemacht für die neue Saison.

Regelkunde und Regeländerungen werden gelehrt und es wird auch die sportliche Fitness überprüft. Zudem wird mit Video-Sequenzen geschult, die von den Schiedsrichtern beurteilt werden müssen.

Moritz: "Probleme an der Basis"

Walter Moritz aus Haßfurt ist als Obmann (VSO) der Vorsitzende des Verbandsschiedsrichterausschusses. Der oberste bayerische Schiedsrichter aus Unterfranken beurteilt die Lage des bayerischen Schiedsrichterwesens so: "In der Spitze haben wir keine Probleme, da sind wir bestens besetzt. Probleme haben wir aber an der Basis. Durch den demografischen Wandel und den Rückgang der Vereine werden wir Schwierigkeiten bekommen, dass wir alle Spiele mit ausgebildeten Schiedsrichter besetzen können. Wir müssen wirklich um jeden Schiedsrichter kämpfen. In der heutigen Zeit ist es sehr schwer, geeignete Leute zu finden und diese motivieren zu können für die Aufgabe des Schiedsrichters.” dme