Den Schuldenabbau und die weitere Konsolidierung verfolgt die Gemeinde Pommersfelden mit ihrem Haushalt 2018. In der jüngsten Ratssitzung wurde der Haushaltsplan, ein Zahlenwerk mit einem Gesamtvolumen von etwas über neun Millionen Euro, einstimmig verabschiedet.
"Neue Maßnahmen werden nur maßvoll veranschlagt", so Geschäftsleiter Fedor Glinka in seiner Beurteilung. Der Schuldenstand der Gemeinde liege mit 811 Euro pro Kopf immer noch über dem Landesdurchschnitt von etwa 650 Euro. Grund dafür seien die ab 2010 getätigten Investitionen in Schule, Dorferneuerung, Turnhalle oder Kinderkrippe. Ziel sei der weitere Schuldenabbau, so dass die Gemeinde Ende 2018 etwa auf dem Niveau des Landesdurchschnitts liegen werde.
Im Vermögenshaushalt sei die Erschließung eines weiteren Teils des Limbacher Gewerbegebiets vorgesehen, so Glinka.
Die Erschließung der neuen Baugebiete in Steppach und Sambach habe den Haushalt nicht belastet. Sie seien über einen Erschließungsträger finanziert worden. Da die Parzellen schnell verkauft waren, treffe die Gemeinde bereits Vorbereitungen für weitere Baugebiete in Limbach und Pommersfelden.
Größere Investitionen stehen im nächsten Jahr an: der Neubau einer Brücke über die Reiche Ebrach und der erste Bauabschnitt für einen Geh- und Radweg zwischen Pommersfelden und Höchstadt. In diesem Haushalt sind dafür nur die Planungsleistungen vorgesehen. Der Bau der Brücke sei mit 720 000 Euro veranschlagt. Auf die förderfähigen Kosten erwartet die Gemeinde einen Zuschuss von 70 Prozent. 2019 soll auch der Kindergarten in Steppach um eine dritte Gruppe erweitert werden.


Steuern sprudeln

Die Steuereinnahmen haben sich sehr gut entwickelt. Allein der Anteil an der Einkommensteuer sei gegenüber dem Vorjahr um knapp 100 000 Euro auf 1,8 Millionen gestiegen.
Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt konnte Glinka in diesem Jahr mit 690 000 Euro (fast 150 000 Euro mehr als 2017) ansetzen.
An Gewerbesteuer erwartet die Gemeinde 900 000 Euro, diese Summe sei auch in den letzten beiden Jahren angesetzt worden.