Post vom "Handels- und Gewerberegister" bekam dieser Tage der Betreiber eines Fitnessstudios im Altlandkreis Bad Brückenau. Darin wurde er aufgefordert, für die Veröffentlichung seiner Daten im Internet eine hohe dreistellige Summe zu zahlen. Der Brief hatte den Anschein eines amtlichen Schreibens.

Tatsächlich handelt es sich um eine bekannte Masche, um Gewerbetreibenden Geld aus der Tasche zu ziehen, so die Polizei. Die Abzocker nutzen die im Handelsregister veröffentlichten Firmendaten als Grundlage für ihre Schreiben. Wer nicht aufmerksam diese "Rechnungen" lese, könne sie mit seiner kürzlich erfolgten Eintragung im Handelsregister in Verbindung bringen. Tatsächlich aber komme es nicht zu einem Vertragsabschluss und der "Rechnungssteller" könne sich in der Regel nicht auf einen solchen berufen.

Den Betrugsverdacht umgingen die Abzocker mit einem Hinweis im Kleingedruckten, dass es sich nicht um eine Rechnung, sondern um ein Angebot handelt, so die Polizei. pol