Eine ausgelassene Stimmung und feuchtfröhliche Feiern stehen derzeit bei zahlreichen Faschingsveranstaltungen auf dem Programm. Nicht selten kommt es dabei zu einem erhöhten Alkoholkonsum und nicht selten setzen sich betrunkene Narren trotzdem hinters Steuer ihres Wagens. Die anfängliche Partylaune findet dann rasch ein jähes Ende. Umso wichtiger ist es, sich bereits vor dem Genuss von Alkohol Gedanken über einen sicheren Nachhauseweg zu machen. Zusätzlich wird die oberfränkische Polizei verstärkt auf Alkohol- und Drogenkontrollen setzen, um verantwortungslose "blaue Narren" aus dem Verkehr zu ziehen.
Obgleich die Faschingsnarren in der fünften Jahreszeit das Regiment übernommen haben, müssen alle ertappten Fahrer mit einer Anzeige rechnen, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Neben einem Fahrverbot von mindestens einem Monat und mehreren Punkten auf dem Flensburger Punktekonto drohen den Alkohol- und Drogensündern empfindliche Geldstrafen, die nicht selten ein Monatseinkommen übersteigen. Durch den Verlust des Führerscheines kommen häufig noch berufliche Konsequenzen hinzu.
Der Bußgeldkatalog sieht bereits bei 0,5 Promille Alkohol oder einem nachweisbaren Drogenkonsum eine Geldbuße von wenigstens 500 Euro, vier Punkte in der Verkehrssünderkartei und mindestens ein Monat Fahrverbot vor. Die Sanktionen verdoppeln und verdreifachen sich entsprechend, wenn jemand bereits ein- oder mehrmals von der Polizei erwischt worden ist. Abgesehen davon gilt für Fahranfänger ein absolutes Alkoholverbot.
Noch teurer wird es für diejenigen Verkehrssünder, die mit mehr als 0,3 Promille oder im Drogenrausch in einen Verkehrsunfall verwickelt werden oder 1,1 und mehr Promille Alkohol intus haben. Diese Fahrer müssen sich für die begangene Straftat vor Gericht verantworten, das neben einer Eintragung in die Verkehrssünderkartei eine entsprechende Geldstrafe und regelmäßig einen neunmonatigen Führerscheinentzug anordnet.
Für die ganz Hartgesottenen schließt sich übrigens bei 1,6 und mehr Promille oder im Wiederholungsfall automatisch die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) an. Auch Fahrradfahrer, die sich mit 1,6 Promille oder mehr Alkohol im Blut auf einen Drahtesel setzen, machen sich strafbar. red