Halloween steht vor der Tür. Das heißt für die Polizei, in der Nacht vor Allerheiligen verstärkt präsent sein zu müssen. Denn bei Vandalismus, Sachbeschädigung oder übermäßigem Erschrecken hört der Spaß auf. Schnell steht eine Straftat im Raum. Polizeiliches Lob gilt vorab der überwiegenden Mehrheit der Halloween-Fans, die in den vergangenen Jahren fröhlich gefeiert hat.
Blickt man zurück auf die polizeiliche Einsatzstatistik 2016, so hatten Unterfrankens Ordnungshüter in der Nacht zu Allerheiligen insgesamt 230 Einsätze zu bewältigen. Davon hatten rund 90 einen direkten Bezug zu Halloween. Auch wegen des vollkommen unsinnigen, gepushten und gehypten Phänomens der sogenannten Horror-Clowns ergab sich eine Steigerung zu den Vorjahren (2014: 60 und 2015: 40).
Was die Sachverhalte selbst anbelangt, so ging es laut Mitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken zumeist um Sachbeschädigungen, Ruhestörungen oder Körperverletzungen und auch das illegale Zünden von Feuerwerkskörpern. Bei den polizeilich aufgefallenen Jugendlichen und Heranwachsenden war nicht selten reichlich Alkohol im Spiel, teilte die Polizei weiterhin mit.
Die unterfränkische Polizei appelliert daher an alle Halloween-Freunde, die Grenze zwischen Streichen und strafbarem Handeln nicht zu überschreiten. Viele Streiche sind schlichtweg Sachbeschädigungen, was die Polizei nicht tolerieren kann. Wer Häuser und Autos mit Eiern bewirft, Wände besprüht oder Briefkästen mit Feuerwerkskörper in die Luft sprengt, muss mit einem Strafverfahren rechnen.


Die Jüngeren begleiten

Die Polizei rät daher den Eltern, im Vorfeld mit ihren Kindern über geplante Späße zu sprechen, ganz klar die Grenzen zur Straftat zu erläutern und Konsequenzen bei überzogenen Streichen oder übermäßigem Alkoholkonsum aufzuzeigen. Aus polizeilicher Sicht ist es gerade in dieser Nacht wichtig, Kinder und Jugendliche im Auge zu behalten. Insbesondere die Jüngeren sollten am besten durch einen erwachsenen Halloween-Freund auf ihren Süßigkeitentouren begleitet werden.
Die Polizei wünscht viel Süßes, wenig Saures. Gemäß dem Motto, mit dem die Halloween-Gesellen unterwegs sind. red