Bernhard Panzer

In der nichtöffentlichen Sitzung hat der Stadtrat am Donnerstag Regeln besprochen, wie im dritten Bauabschnitt des Wohngebiets im neuen Stadtteil Herzo Base verfahren wird. Listen von Interessierten gibt es offenbar genug, so dass nach einer Reihenfolge gewertet wird, wer dort bevorzugt wohnen darf.


Modell-Begriff gestrichen

Bürgermeister German Hacker (SPD) informierte am Tag nach der Sitzung über den Beschluss. Im Grunde soll so verfahren werden wie im zweiten Bauabschnitt auch. Das bedeutet, dass die Bestimmungen zwar angelehnt sind an das ursprüngliche Einheimischenmodell. Diesen Begriff aber gibt es künftig nicht mehr, informierte Hacker. Denn bisher musste man in Herzogenaurach gebürtig sein, um in den Genuss der Regelung zu kommen. Künftig genüge es, wenn man in der Stadt wohnt oder seinen Arbeitsplatz hier hat. Zusätzlich werden noch weitere Kriterien berücksichtigt, wie zum Beispiel Kinder oder zu pflegende Personen im Haushalt. Auch wer nachweislich ehrenamtlich tätig ist, sammelt laut Hacker Bonuspunkte.


Keine eigene Gesellschaft

Abgewickelt werden soll der soziale Wohnungsbau über das Wettbewerbsverfahren. Denn damit habe die Verwaltung schon im zweiten Bauabschnitt gute Erfahrungen gemacht. Das bedeutet aber auch, dass die Stadt keine eigene Wohnungsbau-Gesellschaft gründen werde. Hacker: "Wir haben genügend verlässliche Partner."
Bei Grundstücksvergaben wird dann nach den gegebenen Kriterien verfahren. Hacker beruhigt die bisherigen Interessenten: "Alle auf der Liste werden angeschrieben. Keiner muss Sorge haben, dass er was verpasst."