Zum Artikel "Gerhard Riediger stärkt Bürgermeisterin Meyer den Rücken" vom 22. November: Tacheles reden bedeutet wohl, ohne Umschweife auf den Kern einer Sache zu kommen. Das hat Herr Riediger in seiner Stellungnahme im Ebermannstadter Stadtrat verpasst. Es steht unter anderem die Frage im Raum, ob eine kompetente Bewerberin nicht berücksichtigt worden ist. Eine Antwort bleibt Herr Riediger in seinen Ausführungen schuldig.

Stattdessen wird zum einen auf die Zuständigkeit der VG (Verwaltungsgemeinschaft) verwiesen, zum anderen auf seine große Erfahrung im Personalmanagement und die Expertise des hochrangig besetzten Gremiums. Letzteres mag stimmen, klingt alles in allem ein wenig viel nach Eigenlob, beantwortet aber letztendlich die aufgeworfene Frage nicht im Geringsten.

Ersteres, das heißt die Zuständigkeit der VG, wird übrigens von niemandem infrage gestellt. Herr Riediger trifft hier den Kern der Sache gar nicht, nämlich die oben gestellte Frage zu beantworten.

Verfälschtes benennen

Nachfolgende Ausführungen zu "Fake News" sind wertlos, solange nicht konkret ausgeführt wird, welche Tatsachen verfälscht von den CSU/JB-und MOG-Stadträten wiedergegeben worden sind. Die Ausführungen zu den beiden eine Anstellung suchenden Damen klingen sehr abwertend; als Person mit viel Erfahrung in "disziplinarischer Personalführung" sollte man solche Äußerungen öffentlich nicht vornehmen. Es ist ja nicht jeder Bewerber beziehungsweise Arbeitssuchender per se zu unqualifiziert, einen Job zu finden. Man wägt oft vielmehr ab, "den" Job zu finden, der zu einem passt.

Als Bürger der Gemeinde Ebermannstadt ist mir nicht geholfen, wenn mit Plattitüden auf konkrete Fragen geantwortet wird. Das trägt weder dazu bei, Falsches vom Richtigen unterscheiden zu können, noch fördert es die viel beschworene Transparenz der politischen Arbeit.

Sehr geehrter Herr Riediger, gehen Sie doch bitte konkret auf die aufgeworfenen Fragen ein! Dann wird man sehen, ob "Fake News" oder Plattitüden unangebracht waren. Diese Aufklärung sind Sie Ihren Bürgern schuldig. Peter Striegel

Ebermannstadt