Der Posten musste nach dem überraschenden Tod von Pfarrer Arnold Kroll neu besetzt werden: Pfarrer Eckhard Fischer wurde nun in der St.-Moriz-Kirche in sein Amts als neuer Schulreferent des evangelischen Dekanats Coburg eingeführt.

Der gebürtige Coburger und Religionslehrer am Gymnasium Albertinum ist nun zuständig für die Koordination des evangelischen Religionsunterrichtes an allen Coburg Schulen, von den Gymnasien bis hin zu den Grund- und Mittelschulen. "Wir haben mit Ihnen einer Mann seiner Wahl gefunden", erinnerte Dekan Andreas Kleefeld in seiner Einführungsansprache an Fischers Vorgänger Kroll.

Kleefeld hatte für seine kurze Predigt einen Abschnitt aus dem Johannesevangelium gewählt, in dem Jesus sich als Brot des Lebens bezeichnet. Den Gedanken führte Kleefeld weiter: "Der Religionsunterricht kann der Ort der geistlichen Schulspeisung sein." Der Religionsunterricht habe "eine wichtige Funktion an der Schnittstelle von Kirche und Gesellschaft."

Pfarrer Fischer stellte fest, dass es große Lernorte und vielfältige Lernbiografien gebe. "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen", zitierte er ein afrikanisches Sprichwort. "Ich werde oft der Prophet des Machbaren sein."

Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) stellte die Bedeutung des Religionsunterrichtes für die Bildung heraus. Religionsunterricht mache fähig zum Dialog. Er habe eine wichtige Funktion, die mit Toleranz und Integration zu tun habe.

Oberstudiendirektor Stefan Adler  vom Gymnasiums Albertinum bezeichnete seinen bisherigen und künftigen Kollegen als engagiert, loyal und kritisch. Kirchenrat Gerald Scheil, Direktor im Schulreferat des Kirchenkreises Bayreuth, sagte, dass der Religionsunterricht die größte volksmissionarische Aufgabe der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern sei. Er erreiche rund 320 000 Kinder im Freistaat. Weitere Grußworte sprachen Schulamtsdirektor Uwe Dörfer und Pfarrer Rolf Rossteuscher, der Senior des Coburger Pfarrkapitels. mako