Zum Artikel "Gerhard Riediger stärkt Bürgermeisterin Meyer den Rücken" und zum Leserbrief "Glaubwürdigkeit verloren" vom 22. November: Vielen Dank Herr Riediger! Endlich jemand, der mal klare Worte spricht. Ich stimme Ihnen zu, dass hier offensichtlich Leute Kritik üben, die selbst noch sehr wenig Erfahrung in Personalverantwortung haben. Es gibt eben Gesetze und Verordnungen, die den Umgang mit personenbezogenen Daten - und dazu gehören auch Bewerbungen und Ergebnisse der diesbezüglichen Gespräche - streng regeln.

In der Wirtschaft hätten Mitarbeiter, die ihrer Firma bewusst in der Öffentlichkeit schaden, keine Chancen. Ich erwarte von Stadträten, dass sie ihre Themen direkt mit den Betroffenen besprechen und nicht in die Öffentlichkeit zerren, ansonsten haben sie ihre Aufgabe verfehlt.

Menschen, die hintenherum argumentieren und versuchen, jemanden in Misskredit zu bringen, helfen nicht, die Probleme der Gemeinde zu lösen, nein, sie vermehren diese unnötig.

Zum Abschluss gebe ich noch Folgendes zu bedenken: Jeder, der die Aufgabe des Bürgermeisters übernommen hätte, wäre vor denselben Problemen gestanden. Zum Beispiel bei der Strabs (Straßenausbaubeitragssatzung), die der Vorgänger nicht erhoben hat, mit der Folge, dass dadurch der Schuldenberg gewachsen ist.

Auch Vorschläge machen

Meckern kann jeder! Kritik ist dann gut, wenn gleichzeitig Vorschläge gemacht werden, wie es besser geht und wie für die Gemeinde beziehungsweise die Gemeinschaft in Summe die beste Lösung gefunden werden kann. Und das sollte man nicht in der Presse diskutieren, sondern sachlich im persönlichen Gesprächen beziehungsweise im Kreis der Beteiligten. Das verstehe ich unter guter kommunalpolitischer Arbeit.

Ich erwarte von unseren gewählten Vertretern in der Gemeinde (und auch in der großen Politik), mit ihrem Verhalten nicht den schlechten Beispielen zu folgen, sondern wie vernünftige und erwachsene Bürger zu agieren. Das werde ich bei den nächsten Wahlen entsprechend bewerten, wie auch viele andere Bürger, mit denen ich gesprochen habe. Wolfgang Mehrer

Ebermannstadt