In der Vorabendmesse in der katholischen Pfarrkirche von Altenkunstadt wurde Pater Bonifaz Suhak verabschiedet, der Aufgaben in Bludenz im österreichischen Bundesland Vorarlberg übernehmen wird.
Viele Gläubige besuchten diesen Gottesdienst und bewiesen damit Pater Bonifaz ihre Verbundenheit. Zu Beginn erinnerte Pater Kosma Rejmer daran, dass er zusammen mit Pater Rufus und Pater Suhak am 1. September 2014 nach Altenkunstadt in den Seelsorgebereich Obermain-Jura zu ihrer neuen Wirkungsstätte gekommen ist.
Seit dieser Zeit habe es sicherlich auch für Pater Bonifaz gute- und schlechte, vielleicht auch manche überraschende Erfahrung gegeben. Dennoch sei es ein aufrichtiges Bedürfnis, so Pater Kosma, dem scheidenden Pater für seinen Dienst aufrichtig zu danken.
In seiner Predigt und in Anlehnung an die biblischen Ereignisse am See Genezareth betonte Pater Bonifaz, dass alle Menschen das Essen und Trinken als wichtig empfinden, doch sei das zu wenig. Denn im mitmenschlichen Zusammenleben sollten auch Liebe, Freude, Geborgenheit, Barmherzigkeit wichtige Grundsätze sein und dem Leben Sinn geben. Um die Nähe Gottes zu spüren, sei vor allem das Brot des Lebens wichtig, das Christen mit der Eucharistie empfangen.
Bürgermeister Robert Hümmer dankte Pater Bonifaz vor allem für seine Tätigkeit in der Gemeinde Altenkunstadt, wo der Pater vielen mit Rat und Tat zur Seite stand, immer ein offenes Ohr für die Menschen hatte und sie auf ihrem Lebensweg in guten wie in schweren Zeiten begleitete.


Von allen Seiten

Dankesworte gingen an den scheidenden Priester auch aus den Pfarrgemeinden Modschiedel und Burgkunstadt. Seinen kirchlichen Dienst und die Offenheit würdigten Anita Rauch und Michael Fraunholz, während für den Seelsorgebereich Obermain-Jura Norbert Kraus Dankesworte an den Priester richtete.
Pfarrgemeinderatsvorsitzender Thomas Geldner bedankte sich bei Pater Bonifaz dafür, dass er in den anvertrauten Pfarreien seinen priesterlichen Dienst verrichtete, Sakramente spendete, seine guten Worte an die Christengemeinden richtete, aber auch für manche Diskussion sorgte. Geldner erinnerte in der Zeit des Abschiednehmens daran, dass Priester vorangehen, um das Volk Gottes auszurichten und ihm gleichsam ein klein wenig als Kompass zu dienen.
Da Pater Bonifaz Franziskaner ist, also Angehöriger eines Bettelordens, könne es für ihn keinen festen Wohnsitz und Wirkungskreis geben. Er unterliege damit gleichsam dem "panta rhei", der Lebensbewegung und dem Abschied. Somit bedeute das auch für die Katholische Pfarrgemeinde von Altenkunstadt und den Seelsorgebereich Obermain-Jura, dass sie Pater Bonifaz "loslassen" müssten. Geldner an dieser Stelle zum Priester wörtlich: "Wir wünschen dir von Herzen Gottes Segen, viel schöpferische und unermüdliche Kraft in der Erfüllung deines priesterlichen Dienstes und mönchischen Lebens."


Willkommen

Zum neuen Seelsorger, Pater Josef - den Pfarradministrator Pater Kosma in der Messe vorgestellt hatte - sagte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende, dass ihm alle gern die Türen zum Alltags- und Glaubensleben öffnen werden. Ein Bild aller Ministranten soll Erinnerung sein an die Tätigkeit von Pater Bonifaz am Obermain. Auch Pater Bonifaz ergriff selbst noch einmal das Wort und betonte, dass er die feste innere Überzeugung habe, dass er als Priester ganz einfach in Bludenz gebraucht werde und auch dort möchte er Gottes Willen erfüllen und seine Worte verkünden.
Bei einem anschließenden kurzen Empfang in der Villa hatten alle Gottesdienstbesucher Gelegenheit, sich persönlich von Pater Bonifaz zu verabschieden.