Die Jugend der Stadt wird für die kommenden drei Jahre weiterhin durch ein eigenes Parlament vertreten. Leicht war es aber diesmal nicht, die nötigen Kandidaten zu finden, wie Christine Weiß von der Stadtverwaltung bei der Sitzung des Stadtrats informierte. "Seit einem Vierteljahr wurde versucht, Kandidatinnen und Kandidaten für das neu zu wählende Jugendparlament zu finden", sagte sie. Veröffentlichungen im Stadtmagazin "Albert", Aufrufe auf der Homepage der Stadt und der Jugendpflege und vor allem persönlich angesprochene Jugendliche brachten am Ende 13 Kandidaten zusammen. Das entspricht genau der Zahl von Mitgliedern, die die Satzung vorsieht. Daher beschloss der Stadtrat, diesmal auf eine Wahl zu verzichten. Die Mitglieder des Jugendparlaments werden also ausnahmsweise durch Beschluss ins Amt eingesetzt.
Angesichts dieser Situation regten mehrere Mitglieder des Stadtrats an, die Satzung zu überarbeiten. Dabei soll auch der Alterskorridor diskutiert werden, der jetzt bei 12 bis 18 Jahren liegt. Schon die ersten Mitglieder des Jugendparlaments hatten dafür plädiert, diesen über die Volljährigkeit hinaus zu öffnen. Damit sollte es ermöglicht werden, Kontinuität zu erhalten und jüngere Mitglieder einzuarbeiten. Jugendbeauftragte Jutta Franz (FW) setzte sich dafür ein, die Jugendlichen bei der Überarbeitung der Satzung einzubinden. Sie befürwortet eine Anhebung der Altersgrenze. Ingrid Ott (CSU) vertrat die Ansicht, dass 18-Jährige sich lieber für die Arbeit im Stadtrat bewerben sollen, die Parteien bräuchten schließlich auch Nachwuchs. rlu