Hoch her ging es im Pfarrheim am Kreuzberg bei den zwei Faschingsabenden des Katholischen Frauenbunds Gößweinstein und der Pfarrei "Zur heiligen Dreifaltigkeit".

Vor allem die Damen des Frauenbunds gestalteten mit zahlreichen Sketchen und Büttenreden die Veranstaltungen humorvoll bis nach Mitternacht. Von der katholischen Jugend glänzten Marius Will und Moritz Breuer während ihrer zwei Auftritte als ältere Damen, als sie von Alltagsproblemen und Urlaubserlebnissen auf Mallorca berichteten.

Die beiden Tratschweiber Rosi Heinlein und Rosemarie Brendel trafen sich im Wartezimmer einer Arztpraxis, in der es seit neuestem Wasser kostenlos zu trinken gibt. Sie fragten sich, wieso die Gemeinde jetzt auf einmal einen gläsernen Saal hinter dem Pfarrhaus brauche, das zum Rathaus wird. Es gebe in Gößweinstein doch das Pfarrheim, bald eine neue, viel größere Turnhalle und den Fürstensaal. Und wieso werde die Tourist-Info dann ins Pfarrhaus verlagert, wo man doch vor Jahren das Haus des Gastes mit viel Geld dafür renoviert habe.

In den Keller des Pfarrhauses und unter den Basilikavorplatz könnte man eine Tiefgarage machen, in der dann die Kirchgänger und Rathausangestellten parken könnten. Denn sonst müssten sie drei Minuten laufen. Komme die Tiefgarage nicht, sei am Kreuzberg ein noch schlimmeres Verkehrschaos zu erwarten als ohnehin schon durch den Kindergarten. Mindestens dreimal müsse man da früh jetzt schon zurückfahren, bis man beim Kloster sei. Von der Kirche gibt es jetzt für das i-Phone eine neue Beicht-App. In die spricht man seine Sünden, wischt dann drüber, und weg sind sie. Die beiden gut informierten Damen wussten auch zu berichten, dass neulich ein Mann beim Pfarrer war und sich das ewige Leben wünschte. Der Pfarrer riet ihm zu heiraten. "Und des hilft? Na, aber der Wunsch vergeht."

Gut sei auch, dass der neue Pfarrer etwas jünger sei als der alte. Denn dann könne man noch mal den 50. Geburtstag des Pfarrers feiern. Von den Problemen einer alten Schreibmaschine, bei der das F hängt, wussten Pfarrgemeinderatsvorsitzende Kathrin Heckel und Marius Will zu berichten.

Sonja Rodler, die als geplagte Ehefrau auch in der Bütt brillierte, Sabina Neuner und Rosemarie Brendel sangen das "Hefe-Lied", bis das neue Starorchester des Frauenbunds mit Maestro Georg Schäffner auftrat, der ganz am Schluss in Lederhose zusammen mit Kirchenpfleger Georg Lang mit den Frauen vom "Vox-Club" auf der Bühne abrockte.

Zu sehen waren auch viele bunte und fantasievolle Masken, wobei die Gößweinsteiner Panzerknacker bei der Maskenprämierung den ersten Preis bekamen. Auch Pfarrer Pater Ludwig Mazur machte bei der Polonaise und dem Fliegerlied begeistert mit.