Die Feldgeschworenenvereinigung (FGV) im Landkreis Kronach blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück: Im Mittelpunkt ihrer Hauptversammlung ging der Vorsitzende Baptist Vetter auf die verschiedenen Tätigkeiten in den vergangenen Monaten ein. Außerdem ehrte er viele Mitglieder für ihre langjährige Mitarbeit und treue.

Zum Nachfolger des Zweiten Vorsitzenden Hermann Henniger aus Lauenstein, der sein Amt aus gesundheitlichen Gründen abgegeben hatte, wurde Georg Pabstmann aus Pressig gewählt. In seinem Tätigkeitsbericht informierte Baptist Vetter darüber, dass bis zum heutigen Wahltag, Georg Pabstmann, kommissarisch als 2. Vorsitzender, nach dem Ausscheiden von Hermann Henniger, tätig war. Die Feldgeschworenen nehmen regelmäßig an Ausbildungen und Fortbildungen teil, denn sie tragen große Verantwortung.

Worauf FGV stolz ist

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Stolz ist man bei der FGV im Landkreis Kronach auf die Anerkennung der Feldgeschworenen als immaterielles Kulturerbe und darauf, dass die FGV Kronach die einzige Vereinigung in Oberfranken ist, die eine wunderbar gestickte Standarte führt.

Erstmals in der nun 37- jährigen Geschichte der Siebener-Kreisvereinigung hat man mit Christina Treuner und Katrin Höfner zwei Frauen unter den über 700 Feldgeschworenen. Vetter ging auf den Begriff "Siebener-Geheimnis" ein. Siebener sei daraus entstanden, weil ursprünglich sieben Feldgeschworene vor Ort eingesetzt wurden und diese ihre Grenzzeichen als Geheimnis auch heute noch hüten.

Auf Lebenszeit bestellt

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Vetter, der seit fünf Jahren Kreisvorsitzender ist, hob hervor, dass es Feldgeschorene seit dem 13. Jahrhundert in Bayern gibt und dies das älteste Ehrenamt der kommunalen Selbstverwaltung ist. Zu den Aufgaben zählen die Grenzbeaufsichtigung und die Mitwirkung bei Abmarkung der Grundstücke. Feldgeschworene werden auf Lebenszeit bestellt und müssen über gute Ortskenntnisse und guten Leumund verfügen. Sie arbeiten eng mit dem Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Kulmbach/Kronach zusammen.

In seinem Bericht erwähnte der Vorsitzende auch den guten Zusammenhalt. Er blickte auf eine Drei-Tages-Fahrt zum Landtag nach München und in den Chiemgau zurück und dankte MdL Jürgen Baumgärtner für einen Zuschuss in Höhe von 800 Euro. Ferner dankte er dem Landkreis Kronach und Landrat Klaus Löffler für 250 Euro und von der Raiffeisen-Volksbank Oberfranken Mitte seien von Jürgen Möhrle 500 Euro für Warnwesten zugesagt. Vetter forderte die Mitglieder auf, weiter für das Amt der Feldgeschworenen zu werben, denn es werden immer wieder junge Leute gebraucht.

In seinem Grußwort dankte MdB Hans Michelbach den Siebenern für ihr verantwortungsvolles und für das Gemeinwohl sehr wichtiges ehrenamtliches Engagement. Durch die Ausführung ihres Ehrenamtes ersparen sie den Bürgern in Bayern viel Kosten, da die Tätigkeit in anderen Bundesländern hauptamtlich ausgeführt wird.

Personalmangel

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Zudem sorgen die FG für Rechtssicherheit und vermeiden Nachbarschaftsstreitigkeiten. Schließlich gratulierte und dankte Michelbach den zahlreichen Jubilaren für ihre Dienstleistungen über viele Jahrzehnte hinweg. Stockheims Zweiter Bürgermeister Siegfried Weißerth entbot die Grüße von Bürgermeister Rainer Detsch. Auch Weißerth sprach den Jubilaren Glückwünsche und Dank für ihre verantwortungsvollen Dienste in der Traditionswahrung eines wichtigen Ehrenamtes aus.

Schließlich informierte der Leiter des ADBV Kulmbach, Detlef Arnold über Neuerungen im Amt, musste dabei aber auch derzeitigen Personalmangel beklagen.

Die Ehrungen führten Vorsitzender Baptist Vetter und Vermessungsdirektor Detlef Arnold (Leiter des ADBV Kulmbach mit Außenstelle Kronach) und der Leiter der Außenstelle Kronach, Fritz Pohl, gemeinsam durch.

Die Jubilare erhielten eine Urkunde des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Den Jubilaren sprachen die Laudatoren großen Dank und Anerkennung für ihre langjährige Loyalität und ihr Engagement in diesem verantwortungsvollen Ehrenamt aus. Karl-Heinz Hofmann