Er war in seinem Leben Metzger, grub Panzergräben, war Landarbeiter und nebenbei Hausmetzger, Trompeter, Basalt-, Wald-, Kraftwerks- und Fabrikarbeiter. Am Mittwoch feierte Otto Korn aus Ibind seinen 90. Geburtstag. "Mein Leben verlief insgesamt gut, ich bin zufrieden", sagte der Jubilar.
Geboren ist Otto Korn am 1. August 1928 in Ibind, wo er heute noch mit seiner Frau Berta lebt, die er im Jahr 1955 heiratete. In Burgpreppach ging er zur Schule. Danach hat er den Beruf eines Metzgers gelernt. "Bereits nach 18 Monaten Lehrzeit konnte ich meine Gesellenprüfung vorzeitig ablegen", sagt der Jubilar stolz. Eine Reichsmark war damals der Wochenlohn. Im September 1944 grub er im Westerwald Panzergräben und 1945 kam er zum Arbeitsdienst nach Scheßlitz. Mit 17 Jahren geriet er in Sonthofen in englische Kriegsgefangenschaft, konnte aber nach kurzer Zeit in seinen Heimatort Ibind zurückkehren.
"Arbeit als Metzger gab es nach dem Krieg nicht, deshalb habe ich in Nassach bei einem Bauern in der Landwirtschaft gearbeitet und mir nebenbei etwas als Hausmetzger hinzuverdient", erzählte Otto Korn. Drei Jahre nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft lernte er Trompete und verdiente sich auch als Musiker etwas hinzu.
Von 1948 bis 1952 arbeitete er als Waldarbeiter im damaligen Forstamt Königsberg, später im Basaltwerk der Ruine Bramburg. Auch im Kraftwerk Gebersdorf bei Nürnberg war der Jubilar einige Jahre tätig, bevor er bei der Firma Kugelfischer in Ebern anfing und 35 Jahre bis zu seiner Rente dort arbeitete.
"Bei Kufi habe ich etwa 40 Verbesserungsvorschläge eingebracht, war Einsteller und Gruppenführer und zeitweise im Betriebsrat", erzählte der Jubilar. Zugetan ist er dem Musikverein "Die Schlossberger". Dem Geburtstagskind gratulierten neben einigen Offiziellen auch sechs Enkel- und acht Urenkelkinder. hw