Bei der Jahreshauptversammlung des VdK-Ortsverbands Nüdlingen, die im Museumsgasthaus "Zum Stern" stattfand, wies Vorsitzender Kilian Biefel in seinem Rechenschaftsbericht auf das im vorletzten Jahr beschlossene, reduzierte Veranstaltungsprogramm des VdK hin.
Biefel, der vor Jahren seinen Wohnsitz ins Hessische verlegt hat, hatte bei der Generalversammlung 2016 ohne Erfolg die Mitglieder gebeten, einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Niemand erklärte sich jedoch bereit, für dieses Amt zu kandidieren. Die bisher gewohnten und beliebten Veranstaltungen in der Alten Schule, die Muttertagsfeier und die Weihnachtsfeier, sowie der Tag der Behinderten in der Lebenshilfe-Werkstatt, konnten vor allem aus personellen Gründen nicht mehr durchgeführt werden. Lediglich ein Mitglied beteiligte sich an der Sammlung "Helft Wunden heilen". Zur Versammlung konnte er Bürgermeister Harald Hofmann, Kreisgeschäftsführerin Michaela Metz, sowie treue Jubilare begrüßen. Biefel bedankte sich bei den fleißigen Mitgliedern des Vorstands und ihre Vertretungstätigkeit.


Ein Fiasko

Die Betreuung der gleich gebliebenen Zahl von 373 VdK-Mitgliedern wurde aufrecht erhalten. Es gab weiterhin Glückwünsche für die Seniorinnen und Senioren (ab dem 65. Lebensjahr alle fünf Jahre und ab dem 80. Geburtstag jedes Jahr), sowie Hausbesuche von kranken Mitgliedern vor Weihnachten. Wie gewohnt, wirkte der VdK am Volkstrauertag in beiden Ortsteilen mit. Herzliche Dankesworte richtete Kilian Biefel an die gewissenhafte, zehnjährige Tätigkeit der Kassiererin Maria Behr, die besonders geehrt wurde.
Im Hinblick auf die neue Bundesregierung nannte er die langwierigen Sondierungen und Verhandlungen "ein Fiasko". Weiterhin gebe es Ungerechtigkeiten und Benachteiligungen. Der VdK mahne und gebe nicht nach, wenn sich neue Defizite abzeichneten, wie aktuell bei den Kindererziehungszeiten. Immerhin sei die Rentenerhöhung um 3,2 Prozent ein Grund zur Freude.


Finanzen im Griff

Die Finanzen im Ortsverband hätten sich prächtig entwickelt. Der Zugewinn um 2000 Euro lasse sich vor allem durch den Ausfall früher gewohnter Veranstaltungen, beispielsweise in der Lebenshilfe, erklären.
Für zehn Jahre wurden Dieter Ziegler, Michael Weber und Paulina Nöth geehrt. Weiterhin wurden Rita Suckfüll für 25 Jahre Treue, sowie Egid Thomas, Oskar Nöth und Rudolf Nöth für jeweils 30 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Für die 40-jährige treue Mitarbeit im Vorstand zeichnete Kreisgeschäftsführerin Michaela Metz den Vorsitzenden Kilian Biefel mit der Ehrennadel des VdK aus.
"Der VdK ist eine ganz wichtige Einrichtung, vor allem für die Menschen, die um ihr Recht kämpfen müssen", sagte Bürgermeister Harald Hofmann.
Kreisgeschäftsführerin Michaela Metz bedankte sich für die geleistete Arbeit des VdK. Die Gesamtzahl der Mitglieder im Kreisverband betrage aktuell 9729. Nach wie vor setze sich der VdK-Kreisverband durch Beratungstätigkeit und erfolgreiche Klagen für mehr soziale Gerechtigkeit ein. Im vergangenen Jahr seien mehr als 700 000 Euro durch Nachzahlungen "erstritten" worden. ksta