Hauptthema der Gemeinderatssitzung war die Vorstellung des Entwurfskonzeptes der Freiflächengestaltung Ortsmitte Redwitz/Bürgerhaus und Hölleinplatz. Viel wurde aus dem Gremium gefragt, angeregt und erörtert.
Franz Hirschmann vom beauftragten Büro Landschaftsarchitekten WGF, Nürnberg, ließ zuvor wissen, dass die Planungsleistungen für die Außenanlagen Hölleinplatz und Umgriff Bürgerhaus von der Regierung von Oberfranken genehmigt seien. Folgend stellte er die ausgearbeitete Planung und die Kostenschätzung vor. Das Höllein-Gelände bezeichnete er als Kernbereich. Dieser soll mit einer seitlich offenen Loggia bebaut werden. Die vorhandenen Bäume werden je nach Zustand auf einer grünen Insel erhalten. Das Bürgerhaus soll frei gestaltet, nach Westen hin abgegrenzt werden, um Störungen in die privaten Grundstücke hinein zu vermeiden. Die Abgrenzung erhalte ein davor liegendes Pflanzbeet.
Die Straßenzüge Hauptstraße/Am Markt/Am Berg werden in die Gestaltung mit einbezogen und mit einem einheitlichen Material, wie zum Beispiel Betonpflaster, ausgefüllt. Den Höllein-Platz selbst stellte der Architekt als nicht befestigten, teils begrünten und mit Schotterrasen versehenen Platz vor. Der Schotterrasen sei belastbar und werde mit Pflasterreihen unterteilt. Der Treppenaufgang bleibe bestehen, werde aber modernisiert und modifiziert. Zudem werde eine Rampe erstellt, um z. B. mit einem Kinderwagen oder Rollator auf den Platz zu gelangen.
Die Loggia erhalte einen geschlossenen Raum als Lagerstätte. Sonst bleibe sie zum Gelände hin offen. Als Einrichtungen für das Gelände stellte sich der Architekt eine lange Bank, ein Regal und eine Theke vor. Wasser und Strom werden verlegt sowie Beleuchtungen aufgestellt.


Kosten aufgeschlüsselt

Die Kosten bezifferte Hirschmann für das Umfeld des Bürgerhauses auf rund 277 000 Euro, für das Hölleingelände auf 493 000 Euro, für den Abschnitt Markt A im Norden auf 141 000 Euro und für Abschnitt B auf 84 000 Euro, insgesamt rund 995 000 Euro. Hinzu kommen noch die Baunebenkosten, was eine Gesamtsumme von rund 1,2 Millionen Euro ausmacht.
Viele Fragen hatten die Gemeinderatsmitglieder an den Architekten, und sie brachten selbst eigene Anregungen ein. Etliche Punkte wurden erörtert und miteinander verglichen. Unklar blieb die Verkehrsberuhigung in diesem Bereich. Hier wolle man vor Ort mit dafür Verantwortlichen zur Lösung kommen.
Letztlich beschloss der Gemeinderat, für die Maßnahme bei der Regierung von Oberfranken den Förderantrag zu stellen. Die Bevölkerung sowie die Vereine werden zu einer Aussprache eingeladen, um eventuelle Anregungen aufnehmen zu können.
Norbert Köhler vom Ingenieurbüro IVS, Kronach, stellte dem Gremium die eingegangenen Stellungnahmen und die Abwägungen der Gemeinden zur zweiten Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Redwitz und zur Aufstellung des Bebauungsplanes "Leitenbach" in Obristfeld vor. Diese nahm das Gremium mit auf und fasste die Beschlüsse dazu. Der Flächennutzungsplan wird anschließend öffentlich ausgelegt.
Außerdem stellte Köhler die Planungsskizze des Bebauungsplans Trainau vor. Das neue Baugebiet werde neben dem Baugebiet "Am Peunt" entstehen. Die Verkehrsanschließung werde über diesen Straßenzug erfolgen. 23 Parzellen mit einer Größe um die 700 Quadratmeter seien geplant. Vorgesehen sei eine Ringerschließung. Gedanken machten sich die Gemeinderäte um die Erstellung eines Kinderspielplatzes. Beschlossen wurde, in die Vorplanung einzusteigen.


Protest gegen Stromtrassenpläne

Bürgermeister Mrosek (CSU) gab den Antrag der SPD-Fraktion auf weitere Protestaktionen gegen die Stromtrassenplanungen bekannt. Um sich von den Protestaktionen anderer Landkreise gegen die Stromtrassenplanungen abzusetzen und um die politische Arbeit der Abgeordneten zu unterstützen, machte die SPD-Fraktion Vorschläge und stellte Anträge: Unter Steuerung des Bürgermeisters solle die Verwaltung ein Infoblatt über die Stromtrassenthematik und die verschiedenen Variationen erstellen. Das Infoblatt solle einen Aufruf zur Teilnahme an der Online-Petition beinhalten. Darüber hinaus sollte die Verwaltung eine Unterschriftenliste gegen die für Redwitz nachteiligen Stromtrassenlösungen betreuen. Jedem Gemeinderat solle ein Gebiet zugewiesen werden, in dem er das Infoblatt verteilt und Unterschriften einholt. Das Infoblatt soll bis Ende Mai realisiert werden. Bürgermeister Mrosek sicherte zu, dass ein Infoblatt vom Landratsamt erstellt werde.
Zugestimmt wurde den Bauanträgen von Johnson Matthey Redwitz Real Estate über die Errichtung von Fluchttreppen, den Anbau einer Schleuse und eines Schnelllauftors am Gebäude 32 sowie der Firma HaRei Mechanic GmbH & Co.KG über die Errichtung einer Produktionshalle im Industriegebiet Redwitz-Ost.