Der Küpser Gemeinderat und die Bürger favorisieren seit langem eine sogenannte Troglösung auf dem Bestand der B 173. "Für Küps ist das einfach die beste Lösung", findet Ralf Pohl. In einer Sitzung des Marktgemeinderats im März informierte der Leiter des Staatlichen Bauamts Bamberg, Uwe Zeuschel, über die Ergebnisse einer Voruntersuchung. Bei der Troglösung müsste die Trasse tiefergelegt und seitlich Rampen geschaffen werden. Die Troglösung mit einem sechsprozentigen Gefälle komme auf 43 Millionen Euro.
Damals stellte Zeuschel noch die Kreisellösung vor, die insgesamt 2 440 000 Euro kosten würde - also wesentlich günstiger ist als die Troglösung. Während die Kreisellösung laut Zeuschel in rund vier Jahren verwirklicht werden könnte, bräuchte man für die Troglösung 15 Jahre. Letztere komme auch nur zustande, wenn nachweislich die Kreisellösung nicht ausreichend für die Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit sei.


Alle Anlieger müssen mitspielen

Bereits damals kündigte Zeuschel an, dass es für die Ortsdurchfahrt Küps kein Planfeststellungsverfahren gibt. Das heißt: Bei der Ortsdurchfahrt müssen alle Anlieger mitspielen, sonst ist es aus.
Auch MdL Jürgen Baumgärtner (CSU) stellte erst vor einer Woche noch einmal klar: "Für Küps haben wir niemals einen vierspurigen Ausbau verfolgt. Eine Troglösung ist für Küps aber nicht darstellbar", erklärte er beim Besuch des Bayerischen Staatssekretärs Gerhard Eck (CSU) in Kronach. Es gelte nun, eine intelligente und wirtschaftliche Lösung zu finden. Hier werde es im November weitere Gespräche geben.
Gerhard Eck fand deutliche Worte, warum es beim Ausbau der B 173 nicht weitergeht. "Wir könnten wesentlich zügiger arbeiten, wenn wir keine Klageverfahren hätten."
Schließlich seien alle Teilbereiche - außer die Ortsdurchfahrt Küps - im Bundesverkehrswegeplan beinhaltet und die Finanzierung gesichert. lk