Im Prozess wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern ist ein weiterer Termin anberaumt worden. Eigentlich sollte am Mittwoch das Urteil über ein Ehepaar aus dem Frankenwald gefällt werden. Wie berichtet sollen ein 54-jähriger Lkw-Fahrer und seine 39-jährige Frau die Stieftochter beziehungsweise die Tochter schwer sexuell missbraucht haben.

Am Mittwoch stellte der Anwalt des Angeklagten, Björn Kleyhauer, einen Antrag auf eine ergänzende Vernehmung der Geschädigten. Das heute 16-jährige Mädchen soll demnach noch einmal per Videovernehmung unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen. Die Begründung dazu wurde nicht öffentlich verlesen. Ob es zu dieser erneuten Vernehmung überhaupt kommt, hängt nun auch von der Aussage einer Gutachterin ab. Diese soll aber erst in der nächsten Sitzung aussagen.

Der Prozess läuft laut dem Vorsitzenden Richter Stephan Jäger vor allem zum Schutz des minderjährigen Opfers meist unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab. Die Zuschauer, darunter der leibliche Vater des geschädigten Mädchens, reagierten empört über den Antrag des Verteidigers des Angeklagten. Fortsetzung ist am 14. März um 9 Uhr. ga