Einer Zivilstreife der Verkehrspolizei Bayreuth ist am Montagnachmittag ein schwarzer SUV ohne vorderes Kennzeichen im Bereich Plech aufgefallen. Der BMW X4 fuhr mit Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h auf der A 9 in Richtung Berlin und missachtete mehrere Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Da die Zivilstreife nicht nachkam, wurde ein Videofahrzeug im weiteren Verlauf der Autobahn positioniert. Kurz vor dem Parkplatz Sophienberg wurde der BMW mit polnischer Zulassung aufgenommen. Bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h wurden mehrere Messungen durchgeführt. In der Spitze fuhr der Geländewagen mit 206 km/h. An der Anschlussstelle Bayreuth-Nord wurde er letztlich von der Autobahn geleitet und einer Kontrolle unterzogen.

Das fehlende Kennzeichen hatte der 36-jährige Fahrer auf dem Boden liegen. Anhand der Beschaffenheit des Stoßfängers war ersichtlich, dass der Mann das Kennzeichen wohl bewusst noch nie an seinem Fahrzeug angebracht hatte.

Zudem fanden die Beamten zwischen dem Fahrersitz und der Mittelkonsole zwei Macheten mit einer Klingenlänge von je 45 Zentimetern sowie eine schwarze Sturmhaube. Der Mann gab zwar an, dass er in Polen eine Gärtnerei besitzt, jedoch hatte er keine plausible Erklärung, wofür er die Sachen auf der Fahrt von Spanien nach Polen benötigte. Die Hieb- und Stoßwaffen wurden sichergestellt. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Kennzeichenmissbrauchs und einem Verstoß nach dem Waffengesetz eingeleitet. Für die Tempoüberschreitungen durfte er vor Ort 900 Euro Sicherheitsleistung hinterlegen. Zudem erwartet ihn ein Fahrverbot von zwei Monaten. pol