"Ich finde meinen Weg" ist der Leitspruch der Regens-Wagner-Einrichtungen in ganz Bayern. Bei einem Empfang, den Regens-Wagner in Burgkunstadt für seine Berufsabsolventen abgehalten hat, wurde deutlich, dass dies nicht nur für Insassen und behinderte Menschen im Haus gilt. "Auch für die gesamte Einrichtung, Mitarbeiter und Auszubildende ist der Leitspruch wichtig", stellte die Gesamtleiterin Sabine Schubert fest. Sie freute sich darüber, dass 15 Absolventen ihre Ausbildung positiv abgeschlossen haben.
Für Regens-Wagner sei dies sehr wichtig, um weiterhin gut aufgestellt zu sein. Auch ist es schön, dass im nächsten Jahr auch wieder alle Ausbildungsplätze besetzt sind. Dies zeige auch, dass in der Bevölkerung eine positive Wahrnehmung gegenüber der Einrichtung herrscht. 500 Mitarbeiter sind bei Regens-Wagner beschäftigt, davon stehen 50 in der Ausbildung. Heilerziehungspfleger, Erzieher, Heilerziehungspflegerhelferin, Sozialbetreuerin, Kinderpflegerin und Hauswirtschafterin sind die im letzten Jahr erlangten Berufe.
Interessant ist sicherlich dabei, dass die Absolventen aus sämtlichen Altersschichten kommen. So erlernte Tina Weich nach ihrem Realschulabschluss in fünf Jahren den Beruf der Heilerziehungspflegerin. Unter dem damaligen Schulmotto für Praktikanten "Komm amol und guck a weng" war sie in die Einrichtung gekommen. Weiter ging es mit freiwilligen Betreuungsarbeiten und dann mit einem Betriebspraktikum. "Die Arbeit hat mir sofort gefallen", berichtet sie freudestrahlend. Nun ist die Ausbildung geschafft. Auch kann sie weiter bei Regens-Wagner arbeiten und jetzt das Erlernte anwenden. Über Weiterbildung mache sie sich noch keine Gedanken.
Eine Quereinsteigerin ist Barbara Förster, die selbst einen behinderten Sohn hat. Früher hat sie als Pädagogin Biologie unterrichtet. Nun hat sie sich nochmals für eine Ausbildung für Heilerziehungspflege entschieden. Zwei Jahre hat sie in Coburg dafür gelernt. Bei Regens-Wagner wurde der praktische Teil im Kinder- und Jugendbereich in der Förderstelle für Schwerstbehinderte hinzugefügt. Der Kontakt zur Burgkunstadter Einrichtung kam über die "Kronacher Lebenshilfe" zustande.
"Für mich war das alles kein Problem, da ich gerne mit Menschen zu tun habe, egal ob mit oder ohne Behinderung." Ihre Prüfung legte sie mit 1,0 ab und ist auch weiterhin im Hause tätig.
Stellvertretender Leiter der Einrichtung, Christian Behner, lobte im Bereich Ausbildung die gute und seit 25 Jahre währende Zusammenarbeit mit der Regens-Wagner-Schule in Neumarkt. Er dankte den Praxisbetreuern Sonja Fetzer und Erkan Ari sowie allen Bereichsleitern Praxisanleitern und Gruppenleitern, die ein tolles Team stellen. "Ohne euch wäre vieles nicht möglich. Eine kreative und moderne Ausbildung ist wichtig, um alle gestellten Aufgaben auch in Zukunft erfüllen zu können. Für Ihre neuen Wege mit abgeschlossener Berufsausbildung wünschte Behner allen alles Gute und Gottes Segen."
Mit einem kleinen Kuvert und einer Rose gratulierten Sabine Schubert und Christian Behner den Absolventen offiziell. Die Glückwünsche der Mitarbeitervertretung brachte Sebastian Schmitt zum Ausdruck.


Die Absolventen

Heilerziehungspfleger: Lukas Panzer, Johanna Reh, Tina Weich, Ivo Winkler, Markus Brosch, Anja Martin, Isabell Meindlschmidt, Daniela Siller und Barbara Förster
Erzieher: Sebastian Porzelt, Ann-Kathrin Schmidt
Heilerziehungspflegerhelferin: Daniela Gülcan,
Sozialbetreuerin: Laura Fischer,
Kinderpflegerin: Kim-Rose Angermüller
Hauswirtschafterin: Doris Baumann Roland Dietz