von unserem Redaktionsmitglied 
Matthias Einwag

Bad Staffelstein — "Von Januar bis April können wir ein leichtes Plus an Übernachtungen und Gästeankünften registrieren", sagte die Leiterin des Kur- und Tourismus-Service', Anne Maria Schneider, in der jüngsten Sitzung des Tourismus-Ausschusses. Das Plus betrage 0,8 Prozent bei den Übernachtungen und 1,2 Prozent bei Gästezahlen. Die Verweildauer lag im Berichtszeitraum durchschnittlich konstant bei 4,4 Tagen, die Betten-Auslastung bei 36,9 Prozent. Diese Statistik, die auf Basis der Meldescheine erstellt werde, zeige einen Trend auf, fuhr Anne Maria Schneider fort: Die Leute verreisen heute öfter, aber sie bleiben kürzer.
"Im Vergleich zum Vorjahr haben wir 46 Betten weniger im Angebot", sagte sie. Es hätten sich mehr Vermieter abgemeldet als neue dazukamen. Die Detailstatistik zeige, dass nach Abzug der Kliniken und Bildungshäuser ein größeres Plus bei den touristischen Vermietern festgestellt werden kann, nämlich 3,6 Prozent bei den Übernachtungen und 1,1 Prozent bei den Gästeankünften. Zweiter Bürgermeister Hans Josef Stich (CSU) kommentierte die Zahlen: "Nach der Delle im letzten Jahr konnten wir heuer wieder zulegen."

Broschüre für Wandertouren

Was Wandertouren betreffe, sei eine 48-seitige Broschüre erstellt worden, die Ende der Woche vorliegen werde, sagte Anne Maria Schneider. Darin seien unter anderem 19 Tourenvorschläge, vier Brauereiwanderwege und elf Natur- und Dörfertouren enthalten. Außerdem würden die Öffnungszeiten der Gastwirtschaften genannt und Infos zur Anfahrt, zu Parkmöglichkeiten und überregionalen Wanderwegen gegeben.
"Die bisherigen Pauschalen haben wir im Jahr 2013 insgesamt über 1000 Mal verkauft", sagte Anne Maria Schneider. Eine Beauty- und eine Wanderpauschale seien in Vorbereitung.
Das Gastgeberverzeichnis 2015 werde derzeit bearbeitet; es werde 160 Seiten stark werden und mit einer Auflage von 40 000 Stück gedruckt. Im neuen Verzeichnis seien 14 neue Vermieter enthalten; 18 Vermieter machen nicht mehr mit.
Die Beschilderung des Staffelsteiner Wanderwegenetzes gehe voran, fuhr sie fort. Die Texte der 187 Wandertafeln, die aufgestellt werden sollen, seien nun korrigiert; die entsprechenden Pflöcke seien bereits eingerammt. Derzeit seien 40 bis 50 Prozent der Wanderwege mit Markierungen versehen. Für die große Verzögerung machte Anne Maria Schneider die Zulieferfirma verantwortlich.
Das Projekt Auenweg sei im Entstehen. Dafür hätten sich Kommunen in den Kreisen Bamberg und Lichtenfels zusammengeschlossen, um unter anderem die Main-Ufer mit Skulpturen aus Sandstein zu bereichern. Unter dem Titel "Flussgesichter am Obermain" finde im Juli in Hallstadt ein Künstlersymposion statt. Daran wirke auch der Ebracher Bildhauer Manfred Reinhart mit, der eine Plastik für den neuen Rastplatz am Wiesener Wörthsee schafft. Spätestens im Herbst soll diese Skulptur aufgestellt werden.
Im Ausschuss wurde über das Für und Wider eines WCs für die Kanu-Ein- und Ausstiegsstelle in Nedensdorf diskutiert. Die Skepsis überwog, ob ein Dixie-Klo sinnvoll sei, weil solche Einrichtungen kaum angenommen würden und zudem optisch störend wirken.