Es ist einfach eine Mordsgaudi: Auch heuer initiieren die Mitglieder des rührigen Schubkarren-Rennvereins Oberrodach ein ebenso rasantes wie spannendes Schubkarren-Wettrennen, das in dieser Form im Landkreis und wahrscheinlich weit darüber hinaus nur im Marktrodacher Ortsteil aufrechterhalten wird. Sehr zur Freude ihrer begeisterten Zuschauer werden dabei erneut eine Reihe furchtloser Schubkarren-Rennfahrer mit ihrem hölzernen Gefährt Vollgas geben und sich - unter fachkundiger Moderation - auf der Rennstrecke einen spektakulären Wettkampf um den Sieg liefern.

Das "umweltfreundlichste Rennsportereignis der Welt" steigt am kommenden Samstag ab 16 Uhr. Anschließend erfolgt die Siegerehrung. Stärken können sich alle Rennfahrer sowie Gäste bereits ab 14 Uhr bei Kaffee und selbst gebackenen Kuchen sowie nach dem Rennen mit Grillspezialitäten sowie Krenfleisch mit Klößen (ab 18 Uhr). Ab 19 Uhr gibt es DJ-Musik und natürlich hat auch wieder die Bar geöffnet.

Die Kirchweih beginnt bereits am Freitagabend ab 19.30 Uhr mit dem Ausgraben an der unteren Grünfläche in Oberrodach sowie anschließender Bierprobe auf dem Festplatz in der Dorfmitte. Mit Blasmusik durch die "Original Oberrodacher Kirchweihmusikanten" darf ein ausgelassener Festauftakt erwartet werden.

Mit der Kirchweih gedenkt man in Oberrodach der Weihe seiner Filialkirche "Heilig Kreuz". Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Heimatvertriebene, vor allem aus dem Sudetenland, in die damals fast ausschließlich evangelische Gemeinde Oberrodach, um neue Wurzeln zu schlagen. Bereits nach kurzer Zeit wuchs der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus. So wurde 1967 in einer Versammlung dem Bau einer Kirche zugestimmt und der "Katholische Kirchenbauverein Oberrodach, Klein- und Großvichtach" unter Vorsitz des damaligen Pfarrers von Zeyern, Geistlichem Rat Lorenz Batz, gegründet. Der finanzielle Grundstein wurde durch Haussammlungen und durch Zuschüsse gelegt. Dank Spenden und ungezählter freiwilliger Arbeitsstunden konnte das Gotteshaus "Heilig Kreuz" am 20. September 1970 durch Weihbischof Martin Wiesend eingeweiht werden. hs