Die Wasserversorgungsanlage in Kirchaich stand im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung in Oberaurach am Donnerstag. Hier gibt es seit Jahren "einige Engstellen", wie es Bürgermeister Thomas Sechser (CSU) bezeichnete - Probleme mit dem Druck beispielsweise. Außerdem stellte die Feuerwehr Probleme bei der Löschwasserentnahme fest.
Da das Leitungssystem sehr komplex ist, dauerte es eine Weile, doch jetzt "glauben wir, die optimale Lösung gefunden zu haben", meinte der Bürgermeister. 150 000 Euro werden die verschiedenen Umbauten kosten.
Ein Wasserzählerschacht wird umgebaut, ein Druckminderschacht neu errichtet. Diese und weitere Maßnahmen erläuterte Peter Ruck vom Technischen Büro Werner. Die Arbeiten sollen in den nächsten Monaten umgesetzt werden, da beispielsweise der Druckminderschacht im Bereich der nächsten Dorferneuerungsmaßnahme für das Areal Obere Au/Lindig/Friedhofsstraße liegt. Der Gemeinderat stimmte der Maßnahme zu, sodass die Ausschreibung erstellt werden kann.
Mehrere Bauanträge wurden befürwortend an das Landratsamt weitergeleitet. Darunter ist das Vorhaben der "Vereinigten Finanzkaufleute in Deutschland AG" in Tretzendorf zur Umnutzung des ehemaligen Molkereigebäudes in ein Haus mit Büro- und Versammlungsräumen.


Weitere Punkte

Gemeinderat Klaus Thomas erklärte, dass das Dach des Gebrüder-Mendel-Hauses in Danken-feld undicht sei. Dazu erklärte der Bürgermeister, dass es zu dem Wassereinbruch kam, weil die Ablaufkehlen des Daches verstopft waren. Man müsse hier auf regelmäßige Reinigung achten, mahnte er.
Der Gemeinderat hat ohnehin die Absicht, das Dankenfelder Gemeinschaftshaus energetisch zu sanieren. Ein Gesamtkonzept wird noch erstellt.


Dauer-Ärgernis

Georg Jäger und Hans Albert stießen eine angeregte Diskussion über Hundekot in Grünanlagen, Kinderspielplätzen und entlang von Spazierwegen an. Die Gemeinderatsmitglieder zeigten absolut kein Verständnis für Hundehalter, die ihre Tiere überall ihre Notdurft verrichten lassen, ohne die Hinterlassenschaften zu beseitigen. Vor allem auf Spielplätzen hätten Hunde nichts verloren, hieß es. Appelle in den Gemeindenachrichten verhallen ungehört. Nun will der Gemeinderat ausprobieren, ob Tütenspender, wie es sie beispielsweise in Eltmann, Knetzgau und anderen Orten gibt, eine Verbesserung bringen. Als "Teststrecke" wurde die beliebte Flurweg-Verbindung zwischen Trossenfurt und Kirchaich ausgewählt. Je ein Tütenspender soll in der Oberen Au in Kirchaich und in der Nähe des Wertstoffhofes in Trossenfurt installiert werden. Die Frage, wer entlang des Weges nachzählt, wie erfolgreich die Maßnahme ist, beendete die öffentliche Sitzung mit einiger Heiterkeit. sw