Adelsdorf — Mittagspause beim Adelsdorfer Dönerstand vor dem Rewe-Supermarkt: Viel ist los an der Imbissbude der Familie Temirel. Der Duft nach Döner macht jeden, der vorbeigeht, echt hungrig.
Feridun Temirel hat vor fünf Jahren den heute sehr gut gehenden Imbissstand von seinem Vorgänger abgekauft. "Dieser Imbisswagen steht hier schon seit 15 Jahren und als wir ihn übernahmen, haben wir ihn natürlich erst einmal gründlich restauriert", erklärt er stolz.


Viele Fernfahrer

Seine Gäste kommen aus Erlangen, Höchstadt, Forchheim und natürlich aus Adelsdorf. Aber auch viele Fernfahrer, meist Polen, Ukrainer und Russen kommen regelmäßig vorbei. "Manche Kunden kennen nur ein einziges Wort, nämlich Döner", lacht Temirel. "Wir können inzwischen aber sogar ein paar Brocken russisch oder polnisch."


Arbeiter aus Tschechien

Um 10 Uhr am Morgen öffnet er seinen Wagen und zwischen 12 Uhr und 14 Uhr ist meist die Hölle los.
Eben steigen zwei tschechische Bauarbeiter aus ihrem VW-Bus. Feridun Temirel begrüßt freundlich seine Stammgäste. Sie sind im Seesidegebiet als Bauarbeiter beschäftigt und kommen aus der Nähe von Pilsen. "Hier in Deutschland verdienen wir halt besser als in der Heimat", erklären sie in gebrochenem Deutsch. "Wir wohnen in Adelsdorf in einer kleinen Pension und alle zwei Wochen fahren wir heim und bringen Geld nach Hause", erklärt Robert, während er drei Portionen Döner zum Mitnehmen an die Baustelle bestellt.


Kaum Zeit zum Ratschen

"Wir kommen fast täglich hierher, weil es gut schmeckt, satt macht und günstig ist", erklärt sein Kollege Franta.
Derweil hat der Chef zum Ratschen erst einmal keine Zeit mehr, denn langsam bildet sich eine kleine Schlange vor dem Imbisstand.