Vor ganz besonderen Aufgaben steht die Minerlasbauern-Stiftung in Hetzles angesichts der aktuellen Niedrigzinsphase. Die berichtete Bürgermeister Franz Schmidtlein (BHH) in der Gemeinderatssitzung. Eigentlich ist das Modell genial: Statt Spenden zu sammeln, um Gutes zu tun, wird Vermögen gesichert, um mit den Zinserträgen sozial zu wirken. So entstehen Fördertöpfe, die über Jahrzehnte nahezu krisenresistent sind, es sei denn, es gibt keine Zinsen mehr.

"Die Situation ist eine Herausforderung", beschreibt es Bürgermeister Schmidtlein, "die notwendige Kapitalrückstellung ist schwer zu erwirtschaften."

Deshalb werde überlegt, wie das Stiftungsvermögen angelegt werden könne. Dabei machen die Regularien strenge Vorgaben: Die Geldanlagen müssten nicht nur werterhaltend sein, sondern auch regelmäßige Ausschüttungen garantieren, erklärte Mike Pöter von der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Forchheim dem Gremium.

Der 2006 gegründeten Stiftergemeinschaft gehören bereits 23 Stiftungen an. Das Gründungsvermögen beträgt 1,9 Millionen Euro. Die Zinserträge liegen bei drei Prozent. Die Verwaltungskosten betragen 0,6 Prozent, erläuterte Pöter. Die Vorteile: Die Gemeinde hat keine Verwaltungsarbeit mit dem Stiftungsvermögen, partizipiert von Beginn an vom Stiftervermögen der Gemeinschaft und die Verwendung der Erträge bleibt auch weiterhin in der Gemeinde.

"Wir müssen langfristig denken", meinte Schmidtlein. Das Gremium verlegte eine Entscheidung in die nichtöffentliche Sitzung.