Gretel und Franz-Josef Plätzer aus Lappach nahmen zu ihrem Ehrentag, der Goldenen Hochzeit, die Glückwünsche von Bürgermeister Gerald Brehm und der Stadtverwaltung Höchstadt a. d. Aisch entgegen und freuten sich über viele Gratulanten.

Der Jubilar Franz-Josef hat viele Jahre haupt- und ehrenamtlich für die Stadt gearbeitet und die Jubilarin Gretel hielt ihm den Rücken dafür frei. Neben der Arbeit als Leiter des Bauhofes Höchstadt bis zum Eintritt ins Rentenalter war Franz-Josef Plätzer in vielen anderen Belangen im Interesse der Stadt tätig. Er ist vielen Höchstadtern und in der Umgebung kein Unbekannter. So war er Kommandant der Feuerwehr in Schwarzenbach und Vorstand der dortigen Jagdgenossenschaft.

Gretel Plätzer wurde in Mitteldorf bei Weisendorf geboren und Franz-Josef Pfälzers Wiege stand direkt in Lappach. Gretel war, bis die Kinder geboren wurden, Fabrikarbeiterin. Ihr Gatte wiederum ist, wenn er einmal nicht für die Stadt gearbeitet hat, mit Herz und Seele Landwirt.

Der Anfang: Cola auf Kleid

Beide Plätzers sind Nachkriegskinder. Er wurde 1947 geboren und sie 1948. Zusammen und näher gekommen sind sich die beiden Jubilare vor über 50 Jahren bei einem Tanzabend, verschuldet durch seinen Bruder. Der hatte nämlich ungeschickter weise ein Glas Cola über das Kleid von Gretel gegossen. Eine Geschichte, die heute noch dominant ist in der Familiengeschichte der Plätzers.

Den Jubilaren wurden später zwei Töchter geschenkt, die ältere Christine im Jahr 1969 und die drei Jahre jüngere Michaela dann 1972. Beide Töchter leben in Lappach und arbeiten in Höchstadt sowie Gremsdorf. Tochter Christine fügte dem Familienglück zwei Enkelkinder hinzu. Michaela gestaltet sich ihr Leben solo und ist zufrieden damit.

Jetzt, im Ruhestand, gibt sich Jubilarin Gretel voll und ganz dem Haushalt hin und kocht gern für die neun "Nasen" der Familie. Darüber hinaus gilt ihre Leidenschaft dem Stricken. Die Familie erteilt ihr Aufträge zum Socken stricken - bis hin zur Schuhgröße 51. Doch die Mutter und Oma braucht man nicht lange zu bitten.

Anpacken und helfen

Franz-Josef erfreut sich seiner neun Weiher. "Die allerdings manchmal auch viel Ärger bringen, zum Beispiel, wenn der Sommer zu trocken ist." Er bewirtschaftet gemeinsam mit den Familienmitgliedern noch rund fünf Hektar Ackerland und Waldbestand. Das Leben im Ort und darum herum liegt beiden Eheleuten und ihrer Familie sehr am Herzen, nicht nur mit Worten, sondern vor allem mit Tatkraft. "Schwätzer" und "Nörgler" sind ihnen ein Dorn im Auge. Sie sind es gewohnt, dort mit anzupacken, wo es notwendig ist.

Für eine, ihrem Alter entsprechende, gute Gesundheit sind Gretel und Franz-Josef dem Herrgott dankbar und wünschen sich, dass dies noch recht lange so bleiben möge. Jungen Ehen geben sie mit auf den Weg, dass Vertrauen und Ehrlichkeit Grundvoraussetzungen für eine langandauernde Ehe sein sollten.

Auseinandersetzungen dürfe man nicht aus dem Wege gehen, aber danach schnell wieder miteinander Frieden schließen. Die zehn christlichen Gebote müssen dabei Richtschnur für das Zusammenleben sein.