"Wir sollten es nicht übertreiben." Mit diesen Worten brachte Michael Kastl die Diskussion über die Ausstattung der Ortsteile mit Defibrillatoren auf den Punkt. Wenn sich beispielsweise ein Sportverein einen Defibrillator wünscht, dann sollte die Stadt das unterstützen. "Ich bin aber selbst Sportvereinsvorsitzender und kann es mir weniger vorstellen."

In einer Stadtratssitzung im Juli war die Verwaltung beauftragt worden, die jeweiligen Ortssprecher nach einem geeigneten Standort für einen Defibrillator abzufragen. Lediglich aus Wermerichshausen und Großwenkheim kamen Vorschläge.

Bei der Sitzung am Montag machte Britta Bildhauer (SPD) zunächst auf die großen Preisunterschiede aufmerksam, dann sprach sich Michael Kastl gegen eine zwanghafte Ausstattung der Ortsteile mit den Geräten aus.

In Großwenkheim werde der Defibrillator im Feuerwehrgerätehaus untergebracht, wer ihn haben will, müsse den Alarmknopf drücken, entgegnete Johannes Röß (CSU) auf geäußerte Sorgen, dass die Defibrillatoren Opfer von Vandalismus werden könnten, wenn sie frei zugänglich angebracht werden. Zur Bedienung meinte er, dass die Geräte den Nutzer sagen, was zu tun ist.

Fabian Nöth (Neue Wege) nannte ein Beispiel: Wenn ein Paar in einem Haus wohnt und einem passiert etwas, werde der andere nicht wegrennen, um irgendwo im Dorf einen Defibrillator zu holen, sondern gleich den Notruf wählen. Er habe die Defibrillatoren unbedingt haben wollen, er habe seine Meinung aber geändert.

Dritter Bürgermeister Axel Knauff (SPD) fragte nach den Unterhaltskosten, denn das Ganze könne sehr teuer werden.

Nachdem schon Klaus Schebler (Neue Wege) von gewaltigen Unterschieden gesprochen hatte, gekräftigte Matthias Kleren (Freie Wähler) das noch einmal. Es gebe Geräte, die gleich ein Signal an die Leitstelle senden.