In der Uetzinger Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer setzte Neupriester Tobias Fehn seine Reihe der Nachprimizen in der Pfarrgemeinschaft fort. Fehn erhielt am 30. Juni im Bamberger Dom durch Erzbischof Ludwig Schick seine Priesterweihe und feierte tags darauf in seinem Heimatort Hirschfeld seine Primiz.
Nach einem feierlichen Einzug in die gut gefüllte Pfarrkirche zelebrierte Tobias Fehn zusammen mit Stadtpfarrer Georg Birkel, Pfarrer i.R. Hans Hübner sowie Pater Josef vom Benediktinerstift Göttweig in Österreich sein Nachprimizamt. Christian Geldner an der Orgel sowie die Uetzinger Blaskapelle unter der Leitung von Elmar Kerner und Solosängerin Lisa Ultsch umrahmten das musikalisch.
Dank Ingrid Ultsch feierte der Neupriester seine Nachprimiz im Döbertengrund. "Uns beide verbindet unser Heimatort Hirschfeld, die Arbeit in der katholischen Jugend Hirschfeld und auch so manches Fest, das wir schon zusammen feiern durften", erklärte Ultsch.
"Möge dich der Herr jeden Tag begleiten und dir Kraft schenken auf diesem deinen Weg", wünschte ihm Ingrid Ultsch.


Primizsspruch

Der Neupriester ging zunächst auf den heiligen Christopherus, den Christusträger, ein. Christopherus ist der Patron der Autofahrer und wird als großer Mann dargestellt, der auf seinen Schultern das Jesuskind trägt.
Weiter erklärte Fehn, wie ihm sein Primizspruch "Lehre mich, Herr, deinen Weg, dass ich ihn gehe in Treue zu dir" (PS 86,11) seit seinem Eintritt ins Priesterseminar 2010 zum ständigen Wegbegleiter wurde. Im katholischen Stundengebet ist Psalm 86 Teil der Komplet (Nachtgebet) am Montag.
Pfarrgemeinderatsvorsitzende Andrea Kerner bedankte sich bei Tobias Fehn für den ergreifenden Festgottesdienst am Dienstagabend und überreichte ihm ein Präsent. Am Ende des Gottesdienstes spendete der Neupriester zunächst den allgemeinen und anschließend für die zahlreichen Gläubigen den Einzelprimizsegen.


Segen

Dabei legte der Neupriester den Gläubigen die Hände auf und sprach den persönlichen Primizsegen mit den Worten: "Durch das Ausbreiten meiner Hände und durch die Anrufung der Seligen Jungfrau Maria, des heiligen Heinrichs, der heiligen Kunigunde, des heiligen Bischofs Otto, des heiligen Papstes Franziskus und aller Heiligen, segne und behüte dich der allmächtige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.” Die Kollekte des Abendgottesdienst war für den Primizianten bestimmt.
Im Anschluss an den Gottesdienst fand man sich im Pfarrhof zu einer Agape ein. So hatte jeder Einzelne Gelegenheit, dem Neupreister die besten Glückwünsche mit auf den Weg zu geben.
"Christus zu den Menschen bringen und die Menschen zu Christus"umschreibt der Neupriester seine wohl wichtigste Aufgabe. Allerdings nicht als Alleinunterhalter, sondern gemeinsam mit den Gläubigen. Jeder Christ habe durch Taufe und Firmung auch einen Sendungsauftrag.
Der Ruf am Ende des Gottesdienstes sollte nicht "Gehet hin in Frieden" lauten, findet Fehn. Viel besser wäre: "Geht, ihr seid gesendet." Und so strahlt Fehn Zuversicht aus, wenn man ihn über seine Zukunft und die der Kirche in zehn bis 15 Jahren befragt. Er hoffe, dass er immer noch innerlich so begeistert sein werde, wie er es jetzt sei, erzählt Fehn.
Zwar werde es auch schwierige Zeiten geben, aber er hoffe, sich von Gott getragen zu wissen. Im Jahre 2009 fand letztmals eine Nachprimiz in der Pfarrei Uetzing statt.