Das umfangreiche Verfahren zum Bebauungsplan "Zettmeisel Nordwest" beschäftigte den Gemeinderat Harsdorf zum wiederholten Male. Das Gremium behandelte nochmals die Stellungnahmen der Öffentlichkeit, der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange zur Aufhebung des inzwischen bereits rechtskräftig gewordenen Bebauungsplanes "Zettmeisel Nord-West" und zur Neuaufstellung eines gleichnamigen qualifizierten Bebauungsplanes. Die notwendigen Beschlüsse wurden allesamt einstimmig getroffen.
Der Abschluss von Kreuzungsvereinbarungen für die beiden Bahnübergänge mit der DB Netz AG bereitet der Gemeinde Harsdorf nach wie vor Bauchschmerzen, weil für die Mehrkosten von maximal 70 000 Euro keine Nachförderung gewährt wird. Nach dem gegenwärtigen Stand muss die Gemeinde für beide Bahnübergänge mit Gesamtkosten von 110 000 Euro rechnen. Wie Bürgermeister Günther Hübner berichtete, habe er sich wegen der Finanzierung der Mehrkosten an die zuständige Ministerin Ilse Aigner gewandt, denn die Gemeinde müsse jetzt für eine ungenügende Kostenermittlung der DB Netz AG, die der Förderung zugrunde lag, allein die Kosten tragen, zumal eine Bagatellgrenze ein Hindernis darstellt.
Gemeinderat Hermann Hofmann (FW): "Das stinkt zum Himmel, weil es bei einer Nachfinanzierung eine Bagatellgrenze gibt. Das Zuschussverfahren ist nicht gerecht, da macht es sich der Staat leicht." Gemeinderat Peter Krauß (CSU) schlug vor, die Abrechnung der Bahnübergänge in den Nachbargemeinden Trebgast und Bindlach abzuwarten, bevor die neue Vereinbarung unterzeichnet wird.
Bei der notwendigen Sanierung des Hochbehälters Oberlaitsch will sich die Gemeinde Harsdorf Zeit lassen. Fest steht, dass die letzte TÜV-Prüfung ergab, dass in der Druckerhöhungsanlage entweder ein neuer Kessel mit Kosten von rund 10 000 Euro angeschafft wird oder drehzahlgesteuerte Pumpen eingebaut werden und damit auf einen Kessel verzichtet wird. Wie Bürgermeister Günther Hübner zu verstehen gab, hat der Hochbehälter Oberlaitsch weiterhin Bestand. Das weitere Vorgehen soll in Zusammenarbeit mit einem Ingenieur-Büro aufbereitet werden, damit spätestens in der September-Sitzung vom Gemeinderat eine Entscheidung getroffen werden kann.
Für das Gemeindezentrum "Zur Tanne" wurden noch weitere Arbeiten vergeben. Für die Verkabelung zur Einrichtung von Hotspots sind 4126 Euro notwendig, die aber mit der Gewährung des Zuschusses von 5000 Euro abgedeckt sind. Hier stimmten die Ratsmitglieder Peter Krauß und Helmut Hofmann (beide CSU) dagegen. Bei der Erneuerung der Dachablufthauben war man sich dagegen einig. Den Auftrag erhielt die Firma Schwender Energie- und Gebäudetechnik GmbH & Co. KG, Thurnau, zum Preis von 4752 Euro.


Auf Brunnen gestoßen

Überraschend ist man bei den weiteren Arbeiten am Bräuhaus auf einen 11,50 Meter tiefen Brunnen gestoßen, der eine Wassertiefe von 3,50 Meter aufweist. Die zentrale Frage war, ob dieser Brunnen, der unmittelbar vor dem Haupteingang zum Bräuhaus liegt, einer Nutzung zugeführt werden soll. Vorerst will man es dabei belassen, lediglich ein Rohr zur Entnahme von Wasser vorzusehen und den Brunnen mit einem Betondeckel zu verschließen.