Einhellige Zustimmung und ein einstimmiger Beschluss: Die vom Architektenbüro Schmitt & Vogels vorgelegten Entwurfsplanungen für den Kita-Neubau St. Christopherus an der Seehofhalle sind im Memmelsdorfer Gemeinderat auf Begeisterung gestoßen. Laut Planung ist Baubeginn bereits im März 2019. Die Eröffnung ist für den Herbst 2020 vorgesehen.
Großes Lob erhielten das Architektenbüro Schmitt & Vogels und Geschäftsführer Roland Schmitt, der die Entwürfe persönlich präsentierte. Danach passt sich das neue Gebäude mit einer Kombination zweier Bauteile (zweistöckig zur Straße und einstöckig zur Bachseite) perfekt in die bestehende Bebauung und das abschüssige Gelände ein. Das geschickt konstruierte Eingangsfoyer im Überschneidungsbereich der beiden Bauten löst den Geschossunterschied harmonisch auf.
Architekt Schmitt: "Das Foyer liegt auf halber Höhe zwischen den beiden Geschossen, und hier gabeln sich auch die Gebäudeteile. Durch eine Verbindung über zehn Stufen ist der Geschossunterschied für Besucher kaum noch spürbar." Zusätzlich dient der barrierefreien Erreichbarkeit jetzt auch ein Aufzug. Während die Kiga-Gruppen den zweistöckigen oberen Gebäudeteil beziehen, wird die Krippe auf dem unteren Stockwerk angelegt.
Damit sei für die gesamte Kita und insbesondere für die Kiga-Gruppen das von dem Erzieherteam praktizierte teiloffene pädagogische Konzept ohne Einschränkungen möglich, betonte Schmitt. Vor allem die großzügig angelegten Flure mit mobilen Wand- und Tür-Elementen und zahlreichen Sichtkontakten durch Glaselemente ermöglichen ihre multifunktionale Nutzung als Spiel-, Warte- oder auch Aufenthaltsbereich.
Die Bewertung der Kindergartenleiterin Ulrike Straub in der Sitzung war entsprechend euphorisch: "Diese Raumanordnung macht für uns alles möglich."


"Höchst zufrieden"

Auch Gemeinderätin Silvia Pfister war als Vertreterin des Ortscaritas-Verbandes als Träger der Einrichtung mit den Planungen mehr als glücklich: "Mit dem jetzigen Planungsstand sind wir höchst zufrieden." Beide Damen lobten ausdrücklich die engagierte Kooperation und Planung des Architektenbüros, das sich vorab intensiv mit der pädagogischen Arbeit des Kita-Teams beschäftigt hatte, um ein optimales Raumkonzept erstellen zu können.
Trotz leicht erhöhter Baukosten im Vergleich zur Machbarkeitsstudie bleibt der gemeindliche Anteil voraussichtlich bei rund 3,0 Millionen Euro, "weil analog dazu auch die Förderkosten steigen", rechnete Bauamtsleiter Stephan Walz vor. Insgesamt beläuft sich die aktuelle Kostenschätzung für das Gebäude mit Inneneinrichtung und Außenanlagen auf rund 5 Millionen Euro. Darin noch nicht enthalten sind die neue Straßenzufahrt einschließlich des Parkplatzes an der Pödeldorfer Straße sowie der große neue Parkplatz in der Schmittenau.


Zukunftsweisend

Bürgermeister Gerd Schneider würdigte die professionelle Abstimmung zwischen Planungsbüro, Behörden, Verwaltung und Kita-Team: "Das ist eine optimale und zukunftsweisende Planung, die alle konstruktiven Impulse durch die Regierung aufgegriffen hat. Sowohl das Landratsamt als auch die Regierung sind im Ergebnis zu 100 Prozent einverstanden. Das ist tatsächlich sehr selten und das Ergebnis einer intensiven und professionellen Vorplanungsphase."
Der Gemeinderat folgte dieser positiven Einschätzung vorbehaltslos und verabschiedete die vorgelegten Entwürfe einstimmig, so dass unmittelbar nach der Sommerpause mit der Genehmigungs- sowie der Ausführungsplanung begonnen werden kann. keb