Beim Verwaltungsgericht Bayreuth wurde mit Wirkung zum 1. Juli die 10. Kammer gebildet. Diese ist insbesondere zuständig für das Recht der freien Berufe (zum Beispiel Apotheker, Ärzte, Architekten, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater), das Gewerberecht sowie das Kinder- und Jugendhilferecht. Im Bereich des Asylrechts bearbeitet die Kammer künftig Verfahren von Asylbewerbern aus den nordafrikanischen Ländern und Somalia.

Den Vorsitz der 10. Kammer übernimmt Diana Seeber. Frau Seeber studierte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Rechtswissenschaften. Das Rechtsreferendariat leistete sie in Nürnberg ab. Ihre berufliche Tätigkeit als Richterin begann sie im Jahr 2002 am Verwaltungsgericht Bayreuth. Im Jahr 2005 schloss sich eine Tätigkeit als Abteilungsleiterin am Landratsamt Bayreuth an, wo sie zunächst schwerpunktmäßig die Bauabteilung leitete und später auch für die Bereiche des Verkehrswesens zuständig war. Diana Seeber betreute nebenamtlich die Ausbildung der Rechtsreferendare und übernahm Lehrveranstaltungen an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Hof.

Im Jahr 2012 kehrte Seeber an das Bayerische Verwaltungsgericht Bayreuth zurück. Sie gehörte seitdem als Beisitzerin der 3. und 2. Kammer an, wo sie im Schwerpunkt mit den Rechtsgebieten mit sozialem Bezug, dem Schul- und Prüfungsrecht, dem Asylrecht und dem Bau- und Gewerberecht befasst war.

Zwar hat die Zahl der neu eingehenden Verfahren am Verwaltungsgericht Bayreuth wieder etwas abgenommen, sie bewegt sich mit 4384 im Jahr 2018 aber nach wie vor auf hohem Niveau (2014 waren es 1609 Verfahren). Der Anstieg der Verfahrenszahlen in den vergangenen Jahren beruht vor allem auf der gestiegenen Zahl der Asylstreitverfahren. Aufgrund der hohen Eingangszahlen wurde das Gericht bereits in den letzten beiden Jahren personell aufgestockt. red