Wenn ein Gebäude unter Denkmalschutz steht, müssen alle Veränderungen im Voraus genehmigt werden. Am Mittwochabend hat der Marktgemeinderat grünes Licht für vorgezogene Maßnahmen am Brauereigasthof "Schwarzes Ross" gegeben. So sollen Voruntersuchungen hinsichtlich der Statik gemacht werden. Zudem soll das alte Gemäuer auf Schadstoffe hin untersucht werden. Hinzu kommen die Bestimmung der Bauhistorie und ein Holzgutachten.

Schadstoffen auf der Spur

Bürgermeister Bernd Steinhäuser erläuterte, dass dazu moderne Oberflächen und Verkleidungen entfernt werden dürfen. Auch schadstoffbelastete Bauteile dürfe man beseitigen, um die bauhistorischen Konstruktionen freizulegen, die erhaltenswert sind. Oberstes Ziel sei die Sicherung und der Schutz des wertvollen Bestandes. Die Demontage erfolge in enger Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden.

Außerdem genehmigten die Räte den Bau einer 20-kV-Schaltstation in Döllnitz. Sie soll dafür sorgen, dass Freileitungen abgebaut werden können.

Gleich mehrere Bauvorhaben stehen in Welschenkahl an. So soll eine Praxis für Massage und Physiotherapie mit Wohnung entstehen. Nur wenige Häuser weiter möchte eine Familie ein Einfamilienwohnhaus mit Garage bauen.

Mühlen planen Umbauten

Auf der Tagesordnung stand außerdem ein Antrag auf Anbau eines Treppenhauses an ein Wohnhaus in Neudorf.

Außerdem befassten sich die Räte mit der Pulvermühle in Döllnitz. Der Eigentümer möchte die Fenster erneuern. Da das Anwesen unter Denkmalschutz steht, musste der Markt Kasendorf sein Einverständnis signalisieren.

Auch die ehemalige Papiermühle in Heubsch steht unter Denkmalschutz. Der Besitzer beantragte, Voruntersuchungen zur Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Brauhauses vornehmen lassen zu dürfen. Im Brauhaus sollen Ferienwohnungen entstehen.