"Diese Abschlussfeier markiert das Ziel eines erfolgreichen Weges und zugleich den Beginn eines neuen. Mit dem Abschlusszeugnis haben Sie eine wertvolle Eintrittskarte in eine erfolgreiche Zukunft fest in der Hand." Dies betonte Landrat Wilhelm Schneider bei der Entlassfeier an der Wallburg-Realschule in Eltmann, in der 84 Schüler ihre Abschlusszeugnisse erhielten.

"Hier entlang! Hinterm Horizont geht's weiter!" stand über dem Programm für die Verabschiedung der Absolventen. Mit einer kleinen Feier in der Stadtpfarrkirche mit dem Stadtpfarrer Bernhard Öchsner und Religionslehrern erfolgte der Auftakt zu der Feier, bevor in der Aula der Realschule bei musikalischen Einlagen der "Singing-Voices" und der Schulband die Zeugnisse ausgegeben und die besten Schüler geehrt wurden.

Die Konrektoren Tabinda Plischke und Frank Cybulski sagten zu den Schülern: "Wir haben euch für den Weg hinter dem Horizont fit gemacht. Gestaltet euren neuen Weg selbstständig und eröffnet euch neue Horizonte."

Eltmanns Bürgermeister Michael Ziegler stellte heraus, dass es nicht einfach sei, seinen Weg im Leben zu finden. Jetzt sei auch Selbstvertrauen notwendig und daran zu glauben, eine schwierige Aufgabe zu lösen.

Landrat Wilhelm Schneider war sich sicher, dass die Wallburg-Realschule die vielfältigen Talente gefördert, Kompetenzen für ein erfolgreiches Berufsleben vermittelt und die Absolventen in einem umfassenden Bildungsansatz in ihrer Persönlichkeit stark gemacht habe. "Das haben unsere Arbeitgeber in den verschiedenen Branchen längst erkannt. Sie sind überall gefragt und gesucht, denn der Realschulabschluss ist ein wertvolles Qualitätssiegel, das hoch geschätzt wird."

"Mitten im Leben"

Der Elternbeiratsvorsitzende Markus Ziegler meinte: "Nach der Schule ist mitten im Leben und dieses Leben will gelebt werden." Wer etwas erreichen wolle, müsse nach Wegen und Lösungen suchen.

Für die Absolventen sprachen Nele Boczar und Noah Hildenbrand die Abschiedsworte. Man könne fast etwas traurig sein, wenn nach der langen Schulzeit nun alles vorüber sei. Aber man habe die Chance der Schulzeit genutzt und sie auch gemeistert. Aus ihrem Schulscherz übergaben sie eine Summe von 515 Euro an den Unterfonds des WWF gegen Plastikverschwendung.

Die Neugier treibt an

Direktorin Manuela Küfner griff das Bild vom Horizont auf, der eine Linie sei, die den Himmel von der Erde abgrenze. Noch vor wenigen Jahrhunderten hätten die Menschen gedacht, dass es hinter dem Horizont nichts mehr gebe und dort die Welt ende. Doch durch die Neugier der Seefahrer sei bewiesen worden, dass die Welt nicht ende und dass die Erde keine Scheibe sei. Neugier treibe die Menschen an, auch wenn die Erkundung von Neuem oft mit Gefahren verbunden sei. Sie eröffne aber auch Chancen. Sie zitierte den genialen Astrophysiker Stephen Hawkings mit den Worten: "Erinnert euch daran, nach oben in die Sterne zu blicken und nicht nach unten auf die Füße!"

Der Direktorin Manuela Küfner ist aufgefallen, dass nicht wenige Absolventen in soziale Berufe streben. "Das zeigt in besonderem Maße, dass ihr Verantwortung für eure Mitmenschen übernehmen möchtet."

Die vier besten Schülerinnen gehen unterschiedliche Wege. Lea Fuchs beginnt ihre Ausbildung zur Verwaltungsangestellten. Lena Langhans wird Chemielaborantin, während Linnea Krug mit dem Übertritt auf die Fachoberschule und Paula Thomann mit dem Übertritt auf das Gymnasium ihre schulischen Laufbahnen fortsetzen. Das Quartett sprach einmütig von einer "lustigen Zeit mit Höhen und Tiefen. Aber wir haben uns durchgebissen". Ein großes Loblied singen alle vier auf ihre Abschlussfahrten nach Schottland oder das Segelabenteuer in den Niederlanden. "Das sind Erlebnisse, die man nie vergisst", so Linnea Krug. Dabei lobten sie ihre Lehrer: "Die waren klasse". Sie sind begeistert, wie sich in ihrer Zeit die Realschule in Eltmann verändert hat und jetzt alles anders ist mit Digitalisierung und Whiteboard-Tafeln, so dass man nicht mehr in den Computerraum muss. gg