Die Herbstkreisversammlung der Bayerischen Imkervereinigung Frankenwald fand wieder in den Räumen der Arnika-Akademie in Teuschnitz statt. Der Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr stand bei den Imkern im Kreis ebenso auf der Tagesordnung wie die neuen Herausforderungen und Gefahren, welche mittlerweile die Bienen bedrohen.

Der Erste Vorsitzende Hans Jorda konnte wieder zahlreiche Imker begrüßen. Der Jahresbericht des Vorsitzenden enthielt eine Vielzahl an Terminen, darunter mehrere Sitzungen und Versammlungen, aber auch viele praktische Termine. Dazu gehörte die Zucht von Bienenköniginnen im Bienenhaus in Lauenhain, die Installation einer Stockwaage, um Zuwächse an eingetragenem Honig sichtbar zu machen, die Betreuung des Bienenschaukastens im Arnikagarten von Teuschnitz, die Vorstellung neuer Betriebsweisen oder ein Marktstand mit vereinseigenen Roll-ups bei der 750-Jahr-Feier der Stadt Ludwigsstadt.

Anschließend informierten auch die Vorsitzenden der drei Vereinsteile Frankenwald-Süd, Rothenkirchen und Ludwigsstadt über die Ereignisse des Bienenjahres. Die monatlichen Treffen dienen dem Erfahrungsaustausch und der Besprechung aktueller Themen. In den Sommermonaten geht es um praktische Arbeit an den Bienenständen der einzelnen Imker. Hier können auch Neu-Imker erste Erfahrungen sammeln.

Anschließend referierte Georg Pabstmann in seiner Eigenschaft als Bienensachverständiger zum Thema "Varroa-Bekämpfung". Er erläuterte die einzelnen Behandlungsmethoden und ihre Anwendungsweise, die zu verschiedenen Terminen im Jahr angewendet werden müssen. Dann wies er darauf hin, dass nur ein aufeinander abgestimmtes, wissenschaftliches Behandlungskonzept einen Erfolg im Kampf gegen die Varroamilbe verspricht. Der Imker könnte durch einen verstärkten Austausch mit benachbarten Imkern seine Behandlungserfolge noch steigern.

Denn nicht nur die Varroamilbe sei eine Bedrohung für die Bienen, sondern auch eingeschleppte neue Arten stellten die Imker vor neue Herausforderungen. Dazu nannte er den "Kleinen Beutenkäfer", der - ursprünglich aus Südafrika kommend - inzwischen in Süditalien etabliert ist. Durch Warentransporte oder den illegalen Handel mit Bienen aus den betroffenen Gebieten besteht die Gefahr, dass sich dieser Käfer bis zu uns verbreitet. Ein Befall verursacht große Schäden an den Bienenvölkern und führt dazu, dass auch der Honig ungenießbar wird.

Die asiatische Hornisse

Ein weiterer Neophyt ist die asiatische Hornisse, die, begünstigt durch den globalen Handel und die Klimaerwärmung, bei uns auf dem Vormarsch ist. 2014 wurde sie in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg entdeckt, in diesem Jahr in Südhessen. Die großen Nester der Tiere sind im Herbst in den blattlosen Bäumen besonders gut zu erkennen. Im Gegensatz zur heimischen Hornisse ist sie nicht geschützt. Die asiatische Hornisse hat eine hohe Vermehrungsrate und ernährt sich hauptsächlich von Bienen. Uzi