"Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung und Intensivpflege" dürfen in Wallenfels nun vier Männer und Frauen als offiziellen Titel tragen. Die Pflegekräfte sind nun bestens ausgebildet, um auch im Caritas Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Wallenfels Bewohner betreuen zu können, die auf externe Beatmung angewiesen sind. Bisher konnte das nur im Krankenhaus oder in Heimen außerhalb des Landkreises geschehen.
Natürlich wurde diese Fortbildung bereits als Einstieg in das geplante Demenz- und Intensivpflegezentrum angesehen, denn dort sind bereits 14 Intensivpflegebetten vorgesehen. "Wir haben die Weichen gestellt und ihr seid diesen Weg als Erste mitgegangen", freute sich die Geschäftsführerin der Caritas, Cornelia Thron, bei der Übergabe der Zertifikate. Weitere Kurse sind geplant.
Für den Seminarleiter Norbert Grundhöfer war dieser Basiskurs ebenso eine Herausforderung wie für die Teilnehmer. Er hatte in Anlehnung an die DIGAB (Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für Außerklinische Beatmung) eine Weiterbildung speziell für die neuen Aufgaben konzipiert.


Vorbereitung auf Intensivpflege

Die teilnehmenden Pflegekräfte wurden speziell auf die Intensivpflege vorbereitet. Die Zielsetzung dieser Weiterbildung war es, spezielle Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erlernen, um so im Bereich der Intensivpflege und außerklinischen Beatmung eine umfangreiche Versorgung der Betroffenen und deren Angehörigen zu gewährleisten. Der Umfang dieser Maßnahme beinhaltete sowohl theoretische als auch fachpraktische Schulungen. Praxiserfahrung mussten die Teilnehmer in jeweils 40 Stunden Hospitation in einer stationären Intensiveinheit und in einer außerklinischen Beatmungseinrichtung sammeln. Seminarleiter Grundhöfer war mit seiner "Supertruppe" sehr zufrieden, man habe sehr gut zusammengearbeitet und auch viel Spaß gehabt.


Inhalte der Ausbildung

Zur Intensivschulung gehörte ein medizinisch-therapeutischer Themenblock, bei dem es unter anderem um die Beatmung, Sauerstofftherapie und künstliche Ernährung geht. Bei der Gerätekunde stehen Technik und verschiedene Systeme und Geräte im Vordergrund. Der Umgang mit Krisen und natürlich auch die Beratung und Begleitung von Betroffenen und Angehörigen nimmt ebenfalls einen wichtigen Teil der Ausbildung ein. Als letzter Themenbereich steht die Rechtskunde auf dem Programm. Ein straffer Zeitplan und eine große Menge an Wissen wurden erfolgreich bewältigt.
Somit stehen dann die ersten qualifizierten Mitarbeiter für das künftiger Demenz- und Intensivpflegezentrum zur Verfügung. Norbert Grundhöfer übergibt ein Expertenteam, mit dem sich viel aufbauen lässt. "Ich bin stolz auf euch", sagte der Kursleiter aus ganzem Herzen. sd